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Leserbriefe

„Saatkrähen, Dohlen und Elstern sind extreme Plage geworden“

Kiebitzschutz

Samstag, 11. Mai 2019 - 19:12 Uhr

von Martin Ramschulte (aus Schöppingen)

Leserbrief zum Leserbrief von Johannes Küper zum Thema „Kiebitzschutz“.

Foto: Fabio Lotti

Früher mal im gesamten Kreis Borken heimisch, heute vom Aussterben bedroht: der Kiebitz.

Die vielen Tier-und umweltfreundlichen Aktivitäten von Johannes Küper schätze ich sehr, und auch seine Familie setzt sich aktiv dafür ein, dass kommende Generationen auch noch Spaß am Leben haben.

Früher habe ich auch gedacht, dass ich den Kiebitzen ganz einfach helfen kann, indem ich weitläufig um ihre Nester herum ackere.

Bis vor etwa 30 Jahren hat das auch gut funktioniert, denn die Kiebitze waren gegenüber den Krähen und Dohlen noch in der Überzahl. Die vielen Kiebitze konnten die damals noch wenigen Krähen und Dohlen im Nu so heftig attackieren, dass diese sich so schnell nicht wieder bei den Nestern blicken ließen. Weil ein paar ganz schlaue sogenannte ,,Tierschützer“ meinten, die Jäger hätten ihren Finger zu schnell und zu gern am Abzug der Jagdgewehre, wurden die Saatkrähen, Dohlen und Elstern unter Schutz gestellt. Seit der Zeit vermehren sich diese Viecher ohne Ende und in den meisten Städten, Gemeinden und Landschaften Europas sind sie zu einer extremen Plage geworden.

Meine Kollegen und ich müssen uns beim Nesterschutz in den vergangenen Jahre immer das gleiche traurige Spielchen der massenhaft auftretenden Rabenvögel ansehen. Die ,,Ratten der Lüfte“ warten, bis es sich lohnt, die Jungvögel der Kiebitze, Rebhühner, Lerchen und viele andere Jungtiere zu fressen.

Hätten die ,,Möchtegern“-Tierschützer damals die Bauern und Jäger als Fachleute gewähren lassen und dafür die europäische Landwirtschaft vor den Weltmarktpreisen geschützt, könnten wir Bauern und die Wildtiere in Europa auf jeden Fall ein besseres Leben haben.

Viele Jäger und Bauern haben beim einseitigen Schutz der Rabenvögel damals schon schwarz gesehen und heute sehen fast alle Europäer schwarz, wenn sie Vögel sehen.


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