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Leserbriefe

Warum ergreifen so wenige Bauern die Chance?

Kiebitz-Schutz

Dienstag, 7. Mai 2019 - 15:34 Uhr

von Johannes Küper (aus Schöppingen)

Leserbrief zu „Kleine Inseln für die letzten Kiebitze“.

Foto: Fabio Lotti

Früher mal im gesamten Kreis Borken heimisch, heute vom Aussterben bedroht: der Kiebitz.

Wann werdet Ihr (Landwirte) begreifen, und vor allem: handeln? Mittlerweile weiß doch nahezu jeder, dass wir hinsichtlich der industriellen Landwirtschaft einen Irrweg verfolgen, auf dem hierzulande die Umwelt zerstört wird.

Der Bericht vom 4. Mai zum Schutz von Kiebitzen passt dazu ins Bild. Es ist doch bedauerlich, dass im Kreis Borken lediglich zwei Landwirte am EU-Förderprogramm teilgenommen haben, im Kreis Coesfeld gar niemand, im Kreis Warendorf sieben, und im Kreis Steinfurt auch nur zehn. Umsonst muss es niemand tun: zum Ausgleich gibt es für die Teilnehmer Geld. Und auch der Verwaltungsaufwand hält sich laut teilnehmenden Landwirten Mathias und Kristin Schnelting aus Südlohn-Oeding in Grenzen.

Warum ergreifen so wenige Bauern die Chance, für ihr Ansehen in der Bevölkerung und für die Natur etwas Gutes zu tun?

Es gibt sicher genug Landwirte, die im Prinzip eine naturnahe bäuerliche Wirtschaft bevorzugen. Mir kommt mal wieder die indianische Weisheit in den Sinn: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ Und auch: „Wenn wir der Erde etwas wegnehmen, müssen wir ihr auch etwas zurückgeben“. Das kann etwas so Einfaches – und zugleich so Schwieriges – wie Respekt sein.


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