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Leserbriefe

Es ist ein Einsatz für eine geschwisterliche Kirche

Maria 2.0

Mittwoch, 22. Mai 2019 - 09:32 Uhr

von Eveline Kromus-Schüth (aus Heiden)

Leserbrief zum Leserbrief „Nicht Maria 2.0, sondern Eva 2.0“ von Josef Baumeister.

Foto: colourbox.com

+++Symbolbild+++

Nein, der Leserbrief von Herrn Baumeister war leider keine Satire. Nur seinem letzten Satz kann ich zustimmen: „Die Größten im Himmelreich sind nicht die Amtsträger, sondern die Heiligen.“ Darum geht es bei Maria 2.0 auch nicht um eine Polarisierung in eine „Männerkirche“ oder eine „Frauenkirche“, sondern um eine menschlichere Kirche.

Denn die Kirche von morgen muss gleichberechtigt geschwisterlich sein, oder sie wird nicht mehr sein. Das haben viele Bischöfe längst erkannt, darum halten sie jetzt auch angstvoll still, anstatt die neue Aufmerksamkeit als Chance für die katholische Kirche zu begreifen.

Denn jetzt kommen die Reformversäumnisse der Vergangenheit als Bumerang auf die Amtsträger zurück. Beispiel Schutz des ungeborenen Lebens, wie im Leserbrief gefordert: Zu einem umfassenden Schutz gehört endlich die Anpassung an die Lebensrealität mit der Erlaubnis von Verhütungsmitteln und jede Hilfe für ungewollt Schwangere. Zu einer menschlicheren Kirche gehören aber auch das Ende der Verurteilung von Homosexualität und das Ende des Pflichtzölibats. Allein diese drei Reform-Versäumnisse verursachen unendlich viel Leid.

Man sieht: In der Frauenfrage bündeln sich viele Fragen wie in einem Brennglas! Nicht für sich selbst kämpfen die Frauen von Maria 2.0, sondern für eine geschwisterliche Kirche für ihre Kinder und Enkel, egal welches Geschlecht sie haben.


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