Souverän auf der Königsetappe: Mas vor Vuelta-Gesamtsieg
Tag der heimischen Altstars bei der Spanien-Rundfahrt: Mikel Landa gewinnt die Königsetappe und Enric Mas ist der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen.
Der Gesamtsieg ist für Enric Mas nur noch Formsache. (Archivbild)Marian León/EUROPA PRESS/dpa
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Enric Mas hat auf der Königsetappe die Attacken der Konkurrenz unter Kontrolle gehalten und steht mit dem Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Der 31-Jährige liegt vor der Schlussetappe 2:15 Minuten vor Primoz Roglic und wäre der erste Spanier mit einem Vuelta-Sieg seit Alberto Contadors Triumph 2014.
Den Tagessieg auf den 186,6 Kilometern von La Calahorra nach Collado del Alguacil, die mit 4.850 Höhenmeter versehen waren, sicherte sich der 36 Jahre alte Spanier Mikel Landa als Solist. Zweiter wurde der Norweger Tobias Johannessen vor dem Belgier Ramses Debruyne. Mas war mit den anderen Favoriten auf den Gesamtsieg - neben Roglic auch der drittplatzierte Österreicher Felix Gall - bereits nach dem zweiten von fünf Anstiegen etwa 80 Kilometer vor dem Ziel isoliert. In der Schlussphase nahm Gall Mas noch 17 Sekunden ab.
Schlussetappe wird eventuell entschärft
Doch der Routinier aus der Movistar-Mannschaft wirkte insgesamt souverän und hielt alle Angriffe mit einer defensiven Fahrweise unter Kontrolle. In der Pflicht war Roglic, der mit 1:37 Minuten Rückstand in die Etappe gegangen war. Doch der Slowene, der mit einem fünften Gesamtsieg alleiniger Vuelta-Rekordhalter werden könnte, war nicht zu einer entscheidenden Attacke in der Lage und wurde am letzten Anstieg distanziert. Anfang Juli war Roglic beim Training von einem Auto erfasst worden und konnte nur sehr eingeschränkt trainieren.
Die Schlussetappe über nur 112 Kilometer endet am Sonntag in Granada. Nach rund 70 Kilometern wird erstmals die Ziellinie überquert, es folgen vier Schlussrunden. Gerüchten zufolge soll das Rennen vor der letzten Runde neutralisiert werden und die Gesamtwertung feststehen. Es würde dann nur noch um den Etappensieg gehen. Grund für den Schritt, der bislang nicht offiziell bestätigt ist, soll die Sicherheit der Fahrer sein.