Tennis

So erklärt Zverev seine Verwirrung beim Matchball

Es ist die Szene des US-Open-Finals: Alexander Zverev verwandelt den Matchball - und merkt es nicht. Was führte dazu?

Von dpa

14.09.2026

Alexander Zverev jubelt und ist überrascht. Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Alexander Zverev jubelt und ist überrascht. Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

© Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Alexander Zverev hat die kuriose Szene nach seinem verwandelten Matchball zum US-Open-Titel mit einem Zählfehler von ihm erklärt. Der 29-Jährige wollte zunächst weiterspielen, schaute verwundert auf die Anzeigetafel und riss erst dann jubelnd die Arme hoch. „Ich dachte, dass es 5:1 statt 6:2 steht“, sagte der zweimalige Grand-Slam-Champion nach dem 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 im Finale über den Amerikaner Ben Shelton. „Ich denke, ich habe einfach das Ergebnis vergessen.“

Schiedsrichterin Marijana Veljovic hatte schon lange auf Englisch „Spiel, Satz und Sieg“ verkündet, als Zverev seinen Sieg realisierte. „In dem Moment war ich total fokussiert. Ich habe überhaupt nichts gehört. Ich war in so einer Art Tunnel, wo ich einfach nichts mehr wahrgenommen habe“, berichtete der Hamburger. „Und natürlich ist es bei lauter Zuschauermenge unmöglich, die Schiedsrichterin zu hören.“

Zverev: Ansonsten drei Doppelfehler

Zverev gab zu, dass ihm sein Denkfehler womöglich sogar dabei geholfen haben könnte, die Nerven bei eigenem Aufschlag und der Chance auf den Matchgewinn zu bewahren. „Ansonsten hätte ich drei Doppelfehler statt einem gemacht“, sagte er.

Aus Sicht von Boris Becker war der skurrile Moment die „Szene des Jahres“ im Sport. „Er gewinnt zum ersten Mal die US Open und merkt’s nicht - bemerkenswert“, sagte die Tennis-Legende bei sporteurope.tv.

Als zweiter männlicher deutscher Tennisprofi nach Becker 1989 sicherte sich Zverev den Titel in New York. Gut drei Monate nach dem Triumph bei den French Open feierte er damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel.

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