Wintersport

Schweizer Doppelerfolg bei Abfahrt in Gröden

Bei der zweiten Abfahrt in Gröden stehen wieder zwei Schweizer oben auf dem Podest. Den Deutschen fehlt weiterhin einiges zur Spitze - auch wenn es einen kleinen Lichtblick gibt.

Von dpa

20.12.2025

Weltmeister Franjo von Allmen gewinnt die Abfahrt von Gröden.Alessandro Trovati/AP/dpa

Weltmeister Franjo von Allmen gewinnt die Abfahrt von Gröden.Alessandro Trovati/AP/dpa

© Alessandro Trovati/AP/dpa

Die deutschen Skirennfahrer haben bei der Abfahrt von Gröden ein kleines sportliches Lebenszeichen in dieser Olympia-Saison gegeben. Simon Jocher kam bei einem Schweizer Doppelerfolg auf den 14. Rang und schaffte damit immerhin die halbe Qualifikationsnorm für die Winterspiele.

Auf Sieger Franjo von Allmen hatte der Sportler aus Garmisch einen Rückstand von 1,83 Sekunden. Der Weltmeister gewann vor seinem Teamkollegen und Weltcup-Führenden Marco Odermatt (+0,30). Dritter wurde der Südtiroler Lokalmatador Florian Schieder mit einem Rückstand von 0,98 Sekunden.

Jocher: „Gibt Selbstvertrauen“ 

„Super, dass man sich mal wieder zeigen konnte“, sagte der 29-jährige Jocher. „Eine fehlerfreie Fahrt und man sieht, dass man dabei ist. Das gibt Selbstvertrauen.“ Und es war ein Schritt Richtung Olympia in Mailand und Cortina: Nur wer zweimal im Weltcup in die Top 15 oder einmal in die Top 8 fährt, schafft die nationale Teilnahmenorm für die Winterspiele im Februar.

In den bisherigen Speedrennen zuvor waren die DSV-Athleten stets jenseits der Top 15 gelandet. Als zweitbester Deutscher kam Luis Vogt in Gröden auf den 29. Rang, Routinier Romed Baumann verpasste als 40. die Punktränge. Für Felix Rösle (47.) und Maximilian Schwarz (52.) ging es darum, Erfahrung zu sammeln.

Noch drei Weltcups bleiben für Norm

Jocher, Vogt und Baumann aber müssen noch liefern, um Olympia nicht zu verpassen. Den drei DSV-Speedfahrern bleiben noch ein Super-G kurz vor Silvester in Livigno sowie je eine Abfahrt und ein Super-G bei den Klassikern von Wengen und Kitzbühel, um die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verlangte Norm für die Winterspiele zu knacken.

Von derartigen Sorgen sind die Schweizer als derzeit dominierende Speed-Nation bei den Männern weit entfernt. Von Allmen und Odermatt wiederholten ihren Doppelerfolg vom Donnerstag bei der ersten Abfahrt in Gröden, nur in diesmal vertauschten Rollen. Seit Februar 2024 hat das Team der Eidgenossen zehn von zwölf Weltcup-Abfahrten gewonnen. Von den dabei insgesamt 36 Podestplätzen gingen allein 23 in die Schweiz.

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