Leichtatletik

Olympiasieger Jacobs mit 100-Meter-Fabelzeit - zu viel Wind

Der Italiener Marcell Jacobs fliegt in Österreich bei irregulären Bedingungen geradezu über die Bahn. Nur einer war jemals schneller.

Von dpa

02.07.2026

Der Italiener Marcell Jacobs lief beim Meeting in Eisenstadt eine außergewöhnliche 100-Meter-Zeit. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa

Der Italiener Marcell Jacobs lief beim Meeting in Eisenstadt eine außergewöhnliche 100-Meter-Zeit. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Olympiasieger Marcell Jacobs hat für die drittschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte gesorgt - allerdings bei viel zu starkem Wind. Der Italiener, der 2021 Gold bei den Spielen in Tokio holte, wurde im österreichischen Eisenstadt in 9,67 Sekunden gestoppt. Der Rückenwind betrug am Mittwochabend 4,1 Meter pro Sekunde, zulässig für ein reguläres Ergebnis und somit auch Rekorde sind lediglich zwei Meter pro Sekunde.

Schneller als Jacobs war nur Jamaikas Sprint-Star Usain Bolt, und dies auch bei erlaubten Bedingungen. Bolts Weltrekord von der Leichtathletik-WM in Berlin steht seit 2009 bei 9,58 Sekunden, 2012 in London gewann der nicht mehr aktive Bolt Olympia-Gold in 9,63 Sekunden.

Ansah nach genau zehn Sekunden im Ziel

„Ich habe gehört, die Bahn hier in Eisenstadt ist schnell, jetzt habe ich selber bewiesen, dass sie eine der schnellsten der Welt ist“, sagte Jacobs nach Angaben des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes. Der 31-Jährige gab den Titel bei den Europameisterschaften Mitte August in Birmingham als Ziel aus. „Die Form stimmt, und ich bin auf einem guten Weg“, sagte Jacobs.

Im Rennen dabei war auch der deutsche Rekordhalter Owen Ansah, der seine nationale Bestmarke zuletzt auf 9,98 Sekunden gedrückt hatte. Der Sprinter von Hamburger SV wurde in Eisenstadt Fünfter in 10,00 Sekunden.

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