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Vom Ski zurück ins Boot: Marchand wieder Ruder-Weltmeisterin

Im März schrieb Kathrin Marchand bei den Paralympischen Winterspielen Sportgeschichte. Weniger als sechs Monate später jubelt sie im Ruderboot nach kleinem Geduldsspiel über ihren nächsten WM-Titel.

Von dpa

28.08.2026

Nach dem EM-Titel sicherten sich Valentin Luz und Kathrin Marchand auch den WM-Titel. (Archivbild) Antonio Calanni/AP/dpa

Nach dem EM-Titel sicherten sich Valentin Luz und Kathrin Marchand auch den WM-Titel. (Archivbild) Antonio Calanni/AP/dpa

© Antonio Calanni/AP/dpa

Weniger als ein halbes Jahr nach ihrem historischen Start als Langläuferin bei den Paralympischen Winterspielen ist Kathrin Marchand erneut Weltmeisterin im Rudern geworden. Gemeinsam mit Valentin Luz ruderte die 35-Jährige im PR3-Mixed-Doppelzweier bei den Titelkämpfen auf der Amsterdamer Bosbaan zu Gold. Damit verteidigte das amtierende Europameister-Duo erfolgreich seinen WM-Titel aus dem Vorjahr.

Dabei hatte das Zweiergespann zunächst Geduld beweisen müssen. Wegen eines Gewitters und heftigen Starkregens über der Regattabahn am Rand der niederländischen Hauptstadt wurde der Rennbetrieb am Freitagnachmittag vor den Endläufen für mehr als eine Stunde unterbrochen. Statt wie ursprünglich geplant um kurz vor 17 Uhr fiel der Startschuss für ihr Finale über 2.000 Meter schließlich erst um 18.20 Uhr.

„Es war schon schwierig, den ganzen Tag darauf zu warten, dass man losfahren kann. Es ist schließlich kein Rennen, das man einfach so mitfährt, sondern wir wollten gewinnen. Umso glücklicher sind wir, dass es geklappt hat“, sagte Marchand. Das Erfolgsgeheimnis des Duos sei das ähnliche Verständnis vom Rudern und die gemeinsame Einstellung zum Rennen, betonte Luz: „Wir wollen beide gewinnen und sind ein dynamisches Paar.“

Vom Ruderboot auf die Loipe und zurück

Marchand schrieb im März dieses Jahres Sportgeschichte, weil sie als erste Athletin bei Olympischen Spielen und bei Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist. Als Ruderin nahm sie 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro an Olympia teil. 

Nach einem Schlaganfall startete sie 2024 in Paris bei den Paralympics. Danach tauschte sie Boot gegen Ski und startete zuletzt als Langläuferin bei den Paralympischen Winterspielen in Italien.

Die Olympionikin und Para-Olympionikin hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie mit Blick auf die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles ins Ruderboot zurückkehren will. Bei den Paralympics in Paris vor zwei Jahren hatte Marchand im Para-Mixed-Vierer nur sechs Hundertstelsekunden zu Bronze gefehlt. Als Langläuferin verpasste sie in Italien als Vierte ebenfalls knapp eine paralympische Medaille.

Vier deutsche Vierer kämpfen um WM-Medaillen

Am Samstag dürfen auch die deutschen Boote der olympischen Klassen auf Erfolge hoffen. Alle vier deutschen Vierer stehen in den Endläufen. Im Einer geht es für Oliver Zeidler und Alexandra Föster zudem um den Einzug ins Finale am Sonntag. Zeidler gewann sein Viertelfinale am Freitag souverän, Föster zog als Dritte ins Halbfinale weiter. Zudem steigen die beiden Deutschland-Achter der Frauen und Männer mit ihren Vorläufen in die WM ein.

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