Clubboss verrät nach Cup-Sensation: KI riet von Matarazzo ab
Was macht ein Vereinsboss, wenn er einen neuen Trainer braucht? Er fragt - so zumindest der Präsident von Real Sociedad - auch die KI. Gut für Coach Matarazzo, dass am Ende ein Mensch entschied.
Interessant, was die KI den Vereinsbossen von Real Sociedad zu Pellegrino Matarazzo erzählte. Jose Breton/AP/dpa
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Wäre es nach der KI gegangen, hätte Pellegrino Matarazzo jüngst nicht für eine Sensation im spanischen Fußball gesorgt. Doch der Reihe nach. Im Dezember vergangenen Jahres übernahm der ehemalige Bundesliga-Trainer des VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim den Posten bei Real Sociedad San Sebastián.
Der 48-Jährige führte die Basken prompt ins Finale der Copa del Rey, wo sie am Wochenende auf Atlético Madrid trafen und den Champions-League-Halbfinalisten im Elfmeterschießen besiegten. „Matarazzo gewinnt die Herzen der Fans von Real“, schrieb „Mundo deportivo“ und schwärmte von einer „perfekten Geschichte“ nach dem Erfolg.
Nur wäre der Triumph mit Matarazzo als Trainer nicht zustande gekommen, hätten die Vereinsbosse bei der Suche nach einem neuen Coach auf die Künstliche Intelligenz gehört. Sportdirektor Erik Bretos habe ihm Matarazzo damals vorgeschlagen, erzählte Vereinspräsident Jokin Aperribay nun dem Sender Cadena Ser. „Und ich fragte die KI, ob er ein guter Trainer für Real Sociedad sei. Sie sagte mir, dass dies nicht der Fall sei“, erinnerte sich Aperribay lachend und ergänzte: „Zum Glück habe ich auf Erik vertraut.“