Lawine in Chile: Drei Tote bei Ausflug in gesperrtem Gebiet
Viel Schnee, steigende Temperaturen und ignorierte Warnungen: In den chilenischen Anden endet ein unerlaubter Ausflug tödlich.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe eines Skiresorts in der Region Valparaíso. (Symbolbild)Diego Martin/Agencia Uno/dpa
© Diego Martin/Agencia Uno/dpa
Bei einer Schneelawine in den Anden von Chile sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt, wie die Katastrophenschutzbehörde Senapred in dem südamerikanischen Land mitteilte. Die Betroffenen sollen Medienberichten zufolge alle chilenische Staatsbürger sein, die laut Behörden an einem unerlaubten Ausflug teilnahmen.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe des beliebten Skigebiets Portillo, das rund 150 Kilometer nordöstlich von der Hauptstadt Santiago de Chile an der Grenze zu Argentinien liegt. Auf der Südhalbkugel ist es derzeit Frühling und die Skisaison in Portillo ist vorbei. Wie die nationale Polizei Chiles mitteilte, wurden die sieben Menschen von der Lawine in eine Lagune gezogen.
#Portillo:En Laguna del Inca, Carabineros de la Subcomisaría Los Libertadores, a cargo del Teniente San Martín, despliegan labores de rescate tras un deslizamiento de nieve que arrastró a 7 montañistas al interior de la laguna.
— Carabineros Región de Valparaíso (@ZonaCarabValpo) October 17, 2026
Lamentablemente se confirma el fallecimiento de 2… pic.twitter.com/ZCljTBaP8n
Bürgermeister: Es war „menschliche Nachlässigkeit“
Der Vorfall in der Nähe der Laguna del Inca (Inka-Lagune), die auf rund 2.800 Metern Höhe liegt, sei auf „menschliche Nachlässigkeit“ zurückzuführen, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Los Andes, Manuel Rivera, dem Fernsehsender TVN. Trotz der Warnungen hätten sich die Besucher in einem gesperrten Bereich aufgehalten.
Der Ausflug am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) habe zudem zu einer Zeit stattgefunden, in der die Schneeschmelze wegen der höheren Temperaturen am stärksten sei, sagte Rivera. Mit neun bis zehn Metern liege die Schneemenge in Portillo gerade auf einem historischen Höchststand.