Ein Wahlprogramm für den Endspurt
14 Seiten umfassend, pro Seite ein Thema, erstellt unter Mitwirkung aus allen Städten und Gemeinden: Knapp drei Wochen vor der Kreistagswahl am 13. September hat die Kreis-CDU am Dienstag ihr Wahlprogramm 2020 bis 2025 vorgestellt.
Stellten das Kreiswahlprogramm vor Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.l.) und die stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Martina Schrage, Katharina Detert, Thomas Kerkhoff und Jürgen Fellerhoff.
© Josef Barnekamp
KREIS BORKEN. 14 Seiten umfassend, pro Seite ein Thema, erstellt unter Mitwirkung aus allen Städten und Gemeinden: Knapp drei Wochen vor der Kreistagswahl am 13. September hat die Kreis-CDU am Dienstag ihre Wahlprogramm 2020 bis 2025 vorgestellt. Es unterstreiche, so Landrat Dr. Kai Zwicker, dass die CDU die Kommunalpartei im Kreis Borken sei. Flankiert von den stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Martina Schrage (Legden), Thomas Kerkhoff (Gescher), Katharina Detert (Gronau) und Jürgen Fellerhoff (Borken) skizzierte Zwicker einige aus seiner Sicht wichtige Aussagen und Ziele, die im Wahlprogramm zusammengefasst sind.
Wirtschaft/Arbeit: Auch wenn derzeit noch nicht absehbar sei, wie hoch die Steuerausfälle infolge von Corona seien, so sehe er die Region „gut gewappnet“, so Zwicker. Es zeige sich, dass der Kreis als wirtschaftlicher Tausendfüßler gut dastehe. Kreis und Kommunen hätten, etwa durch den Ausbau des Breitbandnetzes ihren Teil dazu beigetragen, dass die Unternehmen die Anforderungen der Digitalisierung meistern könnten.
„Schulen stehen gut da“
Digitalisierung sei auch für Schule und Bildung wichtig. Man habe viel und rechtzeitig in die kreiseigenen Berufskollegs investiert. Die Förderschulen in Trägerschaft des Kreises funktionierten gut. Man werde die Schule bei der Ausstattung mit Technik unterstützen.
Mobilität/ÖPNV: Beim Busangebot habe man den Takt, in dem die Busse auf den Hauptachsen verkehrten, deutlich verbessert, so Zwicker. Ein 365-Euro-Ticket, wie es andere Parteien forderten, würde den Kreis rund sechs Millionen Euro pro Jahr kosten, rechnete der Landrat vor. Er halte die Idee, mit einem Schülerpauschalticket einen günstigen Einstieg in den ÖPNV zu schaffen, für einen guten Ansatz. Beim Baumwollexpress, der Linie zwischen Bocholt und Bad Bentheim, setze man weiter darauf, eine Förderung zu erhalten. Bei der Planung für den Radschnellweg sei man weit. Ohnehin habe man in den vergangenen Jahren rund 100 Kilometer zusätzliche Radwege im Kreis gebaut.
Klimaschutz: „Der Ausbau regenerativer Energien sei weiter vorangeschritten als gedacht“, so Zwicker. Das ursprüngliche Ziel, bis 2030 100 Prozent des Stromverbrauchs vor Ort auch in der Region zu erzeugen, könne vielleicht sogar eher erreicht werden. Derzeit sei man bei der 70-Prozent-Marke. Gleichwohl gelte es, Energien wie die Windkraft „maßvoll“ auszubauen und die Betroffenen, wenn möglich, wirtschaftlich zu beteiligen, so das Programm.
Landwirtschaft: Weil auch weiterhin Platz für Wohnen und fürs Gewerbe gebraucht werde, müsse man den Flächenfraß an andererr Stelle eindämmen. So sollten Ausgleichsmaßnahmen abseits landwirtschaftlicher Flächen erfolgen. Das könne beispielsweise im Wald passieren, was auch dem Klima zugute komme.
„In dem Kreiswahlprogramm finden sich auch die örtlichen Themen wieder“, betonte Martina Schrage. Thomas Kerkhoff sagte, dass man mit dem Programm zeige, dass man als CDU auch die von anderen Parteien ins Feld geführten Themen wie Klimaschutz abdecke und Antworten finde. „Da gibt es keine offene Flanke bei uns“, sagte er.

© Josef Barnekamp