Maurermeister hat Tipps für Hausbesitzer
Im zweiten Raesfelder Schlossgespräch am 26. Juni steht Heißkalk im Fokus. Maurermeister und Restaurator Alexander Fenzke gibt einen Impulsvortrag und diskutiert über die Vorteile dieses fast verdrängten Materials.
In der Vorburg des Raesfelder Schlosses sind Werkstätten der Akademie des Handwerks untergebracht.
© BZ-Archiv/pd/Gemeinde Raesfeld
RAESFELD. Nachdem die Akademie des Handwerks im Mai mit den Raesfelder Schlossgesprächen mit mehr als 40 Gästen gestartet sind, steht jetzt der zweite Termin an. Das Thema für den Abend ist allerdings ein ganz anderes als im Vormonat und kommt aus dem Bereich der Denkmalpraxis, heißt es in einer Mitteilung. Dabei sind die Organisatoren davon überzeugt, dass das Thema für Raesfelder Hausbesitzer und auch für heimische Bauunternehmen interessant ist.
Der Dozent Alexander Fenzke ist Spezialist auf dem Gebiet des Heißkalks. Dazu wird es am Freitag, 26. Juni, ab 19 Uhr einen Impulsvortrag und danach eine Diskussion geben. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Mit der Feststellung „Heißkalk ist eine Diva“ startet Alexander Fenzke, Meister und Restaurator im Maurerhandwerk, in das Schlossgespräch. Dessen zweite Auflage sei interessant für alle Gewerke und nicht nur für Maurer, Maler und Stuckateure, heißt es weiter.
Material ist fast verdrängt worden
Kalkmörtel und Kalkputze sind mittlerweile durch moderne Mörtel fast vollständig verdrängt worden. Das Wissen über Kalkputze und im Speziellen über den „exotischen“ Heißkalkmörtel soll aber nicht verloren gehen, denn dieses Material bringt viele vorteilhafte Eigenschaften mit: Höhere Festigkeit, bessere Haftung; bessere feuchtetechnische Eigenschaften sowie eine bessere Salzresistenz, listen die Organisatoren auf.
Alexander Fenzke wird im Lehrsaal in der Vorburg aus seinen Forschungen und von der eigenen Arbeit mit Heißkalk berichten. Die Besucher sollen erfahren, wie Heißkalkmörtel hergestellt und verarbeitet wird; unterstützt mit anschaulichen Beispielen aus der betrieblichen Praxis. An diesem Freitagabend soll Raum für Austausch, neue Perspektiven und Diskussion zu diesem „heißen“ Thema gegeben werden.
Die Akademie des Handwerks plant weitere Schlossgespräche. Am 28. August soll es um „Sakrale Räume und Umnutzungsträume“ mit Dr. Andreas Eiynck, Dozent für Kunstgeschichte und ehemaliger Leiter des Emslandmuseums in Lingen, gehen. Weitere Gespräche sind für den 16. Oktober und den 13. November geplant.