Raesfeld

Junge Familien sollen bauen können

Die 64 Baugrundstücke in der Erweiterung des Baugebiets Stockbreede werden zu einem günstigeren Preis angeboten als bisher üblich. Eine Änderung des Baulandmodells der Gemeinde Raesfeld macht es möglich.

Von Borkener Zeitung

01.03.2019

An der Stockbreede sollen junge Familien die Möglichkeit bekommen zu bauen.

An der Stockbreede sollen junge Familien die Möglichkeit bekommen zu bauen.

© Gillitzer

Grundstücke an der Stockbreede

RAESFELD. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, 64 Baugrundstücke im erweiterten Baugebiet Stockbreede nach dem Einheimischen-Modell zu veräußern (die BZ berichtete). Ferner habe das Gremium entschieden, die Flächen zum Preis von 150 Euro pro Quadratmeter inklusive Kanalanschluss- und Erschließungskosten zu verkaufen, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Deutlich höherer Durchschnittspreis

Mit dem Preis liege die Gemeinde erheblich unter dem bisher in Raesfeld gehandelten Durchschnittspreis in Höhe von 204 Euro pro Quadratmeter, erklärt Martin Tesing, der Erste Beigeordnete. Er ergänzt, dass in dieser Summe noch keine Kanalanschluss- und Erschließungskosten enthalten seien. Mit diesem Preis habe die Gemeinde Raesfeld bisher im Kreis Borken eine Spitzenposition eingenommen. Diese sei auch eine Folge des knappen Angebots gewesen. Er freue sich insbesondere für junge Familien, dass die Gemeinde ihnen damit ein Angebot unterbreiten könne, ergänzt Bürgermeister Andreas Grotendorst. Wie berichtet, hatte die Gemeinde zuletzt vor sieben Jahren vergleichbare Baugrundstücke angeboten.

Schwierige Verhandlungen

Die Preisreduzierung wurde dadurch möglich, dass die Gemeinde Raesfeld im Jahre 2017 ihr Baulandmodell nach vielen Verhandlungen umstellen konnte. Wurden in früheren Jahren Baugrundstücke über den Weg eines Umlegungsverfahrens bereitgestellt und dadurch ein großer Teil von privater Käufern verkauft, praktiziert die Kommune jetzt das Zwischenerwerbsmodell. Danach erwirbt die Gemeinde die Flächen, um danach Baurecht zu schaffen.

Die Gemeinde Raesfeld werde deshalb in den nächsten Jahren über diesen Weg rund 250 Baugrundstücke mit etwa 420 Wohneinheiten anbieten können, heißt es weiter. „Darüber hinaus stehen uns schon heute weitere Potentialflächen für die Zeit danach zur Verfügung, die wir im Bedarfsfall auf dem Wohnungsmarkt anbieten könnten“, so Andreas Grotendorst.

Junge Familien sollen bauen können

© Gillitzer

Das könnte Sie auch interessieren

Raesfeld

zur Merkliste

Fotos erinnern an Geschichte von Marbecker- und Dorstener Straße

Karl-Heinz Tünte hat im Rahmen der Reihe „Neues aus Alt-Raesfeld“ historische Bilder zur Marbecker und Dorstener Straße gezeigt. Aufnahmen vom Ehrenmal 1926 bis zu verschwundenen Gebäuden zeichnen in 90 Minuten 100 Jahre Ortsgeschichte nach.

Raesfeld

zur Merkliste

Bewegungskunst Raesfeld richtete Kobodu-Lehrgang aus

35 Kampfsportler aus mehreren Bundesländern sowie aus Belgien und den Niederlanden haben beim Verein Bewegungskunst Raesfeld Kobudo trainiert. Beim Lehrgang der japanischen Kampfkunst wurde zunächst alleine trainiert, beim Partnertraining war dann die genaue Abstimmung mit dem Gegenüber in Bezug auf Krafteinsatz, Abstand und dem richtigen Zeitpunkt der Reaktion sehr wichtig.