Junge Familien sollen bauen können
Die 64 Baugrundstücke in der Erweiterung des Baugebiets Stockbreede werden zu einem günstigeren Preis angeboten als bisher üblich. Eine Änderung des Baulandmodells der Gemeinde Raesfeld macht es möglich.
An der Stockbreede sollen junge Familien die Möglichkeit bekommen zu bauen.
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Grundstücke an der Stockbreede
RAESFELD. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, 64 Baugrundstücke im erweiterten Baugebiet Stockbreede nach dem Einheimischen-Modell zu veräußern (die BZ berichtete). Ferner habe das Gremium entschieden, die Flächen zum Preis von 150 Euro pro Quadratmeter inklusive Kanalanschluss- und Erschließungskosten zu verkaufen, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.
Deutlich höherer Durchschnittspreis
Mit dem Preis liege die Gemeinde erheblich unter dem bisher in Raesfeld gehandelten Durchschnittspreis in Höhe von 204 Euro pro Quadratmeter, erklärt Martin Tesing, der Erste Beigeordnete. Er ergänzt, dass in dieser Summe noch keine Kanalanschluss- und Erschließungskosten enthalten seien. Mit diesem Preis habe die Gemeinde Raesfeld bisher im Kreis Borken eine Spitzenposition eingenommen. Diese sei auch eine Folge des knappen Angebots gewesen. Er freue sich insbesondere für junge Familien, dass die Gemeinde ihnen damit ein Angebot unterbreiten könne, ergänzt Bürgermeister Andreas Grotendorst. Wie berichtet, hatte die Gemeinde zuletzt vor sieben Jahren vergleichbare Baugrundstücke angeboten.
Schwierige Verhandlungen
Die Preisreduzierung wurde dadurch möglich, dass die Gemeinde Raesfeld im Jahre 2017 ihr Baulandmodell nach vielen Verhandlungen umstellen konnte. Wurden in früheren Jahren Baugrundstücke über den Weg eines Umlegungsverfahrens bereitgestellt und dadurch ein großer Teil von privater Käufern verkauft, praktiziert die Kommune jetzt das Zwischenerwerbsmodell. Danach erwirbt die Gemeinde die Flächen, um danach Baurecht zu schaffen.
Die Gemeinde Raesfeld werde deshalb in den nächsten Jahren über diesen Weg rund 250 Baugrundstücke mit etwa 420 Wohneinheiten anbieten können, heißt es weiter. „Darüber hinaus stehen uns schon heute weitere Potentialflächen für die Zeit danach zur Verfügung, die wir im Bedarfsfall auf dem Wohnungsmarkt anbieten könnten“, so Andreas Grotendorst.
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