Raesfeld

Hohe Mark: Kommt hier das atomare Endlager hin?

In einem Zwischenbericht des Bundes werden auch weite Bereiche des Naturparks Hohe Mark als „grundsätzliche Suchbereiche“ für ein atomares Endlager ausgewiesen. Aber für nahezu die halbe Fläche der Republik gilt dies ebenso. Der Verein Hohe Mark Tourismus wendet sich in einem offenen Brief gegen ein atomares Endlager im Naturpark Hohe Mark.

Von Borkener Zeitung

09.12.2021

Hohe Mark: Kommt hier das atomare Endlager hin?

© Stefan Grothues

Offener Brief an Beteiligte

ERLE/SCHERMBECK. Auch Flächen auf den Gemeindegebieten von Schermbeck und Dorsten, die zum Kerngebiet des Naturparks gehören, stehen in Rede.

Insbesondere im Süden des Parks seien bereits jetzt weite Bereiche durch Steinkohlenabbau sowie großflächige Abgrabungen von Sand und Kies in Mitleidenschaft gezogen, heißt es. Das gelte für Absenkungen der Geländeoberfläche als auch für den gestörten Abfluss von Gewässern, die Bewirtschaftung des ansteigenden Grubenwassers sowie geologische und hydrogeologische Veränderungen des Untergrundes. Es seien unkalkulierbare Risiken für das Grund- und das Trinkwasser zu befürchten.

In weiten Bereichen des Naturparks Hohe Mark werden die Schichten der sogenannten Halterner Sande zur Trinkwassergewinnung auch für das Ruhrgebiet genutzt. Trinkwassergewinnung und Lagerung radioaktiven Materials seien miteinander unvereinbar, betont der Verein. Hinzu komme: Der Naturpark sei dabei, seine touristischen Potenziale zu fördern. Ein Endlager sei das Letzte, was in der Region gebraucht werde, heißt es.

Hohe Mark: Kommt hier das atomare Endlager hin?

© Stefan Grothues

Das könnte Sie auch interessieren

Raesfeld

zur Merkliste

Gemeinde will Gehweg am Südring in Raesfeld sanieren

Der Bau- und Umweltausschuss berät am 2. November ab 17.30 Uhr im Rathaus über die Sanierung des Gehwegs am Südring. Zwischen Burgstraße und Hagenwiese soll eine flexible Decke Rollstuhlfahrten erleichtern und zugleich die Baumwurzeln schützen.

Raesfeld

zur Merkliste

Gemeinde St. Martin in Raesfeld feiert Patronatsfest

Die Gemeinde St. Martin hat für ihr Patronatsfest vom 9. bis 15. November drei Gesprächsabende, ein Konzert und eine Vesper angekündigt. Den Abschluss bildet die Festpredigt von Pater Johannes B. Freyer in der Raesfelder Pfarrkirche St. Martin.

Raesfeld

zur Merkliste

Ein Orden für einen Kümmerer im Dorf

Landrat Dr. Kai Zwicker hat Arno Brömmel am Freitag im Raesfelder Rathaus das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seit 1981 engagiert sich der 67-Jährige im Schützenverein Erle, zudem im Ortsmarketing und bei den Motorradfreunden. In der Laudatio wurde dem Erler auch lobend bescheinigt, Menschen ins Gespräch zu bringen.