Hohe Mark: Kommt hier das atomare Endlager hin?
In einem Zwischenbericht des Bundes werden auch weite Bereiche des Naturparks Hohe Mark als „grundsätzliche Suchbereiche“ für ein atomares Endlager ausgewiesen. Aber für nahezu die halbe Fläche der Republik gilt dies ebenso. Der Verein Hohe Mark Tourismus wendet sich in einem offenen Brief gegen ein atomares Endlager im Naturpark Hohe Mark.
© Stefan Grothues
Offener Brief an Beteiligte
ERLE/SCHERMBECK. Auch Flächen auf den Gemeindegebieten von Schermbeck und Dorsten, die zum Kerngebiet des Naturparks gehören, stehen in Rede.
Insbesondere im Süden des Parks seien bereits jetzt weite Bereiche durch Steinkohlenabbau sowie großflächige Abgrabungen von Sand und Kies in Mitleidenschaft gezogen, heißt es. Das gelte für Absenkungen der Geländeoberfläche als auch für den gestörten Abfluss von Gewässern, die Bewirtschaftung des ansteigenden Grubenwassers sowie geologische und hydrogeologische Veränderungen des Untergrundes. Es seien unkalkulierbare Risiken für das Grund- und das Trinkwasser zu befürchten.
In weiten Bereichen des Naturparks Hohe Mark werden die Schichten der sogenannten Halterner Sande zur Trinkwassergewinnung auch für das Ruhrgebiet genutzt. Trinkwassergewinnung und Lagerung radioaktiven Materials seien miteinander unvereinbar, betont der Verein. Hinzu komme: Der Naturpark sei dabei, seine touristischen Potenziale zu fördern. Ein Endlager sei das Letzte, was in der Region gebraucht werde, heißt es.
© Stefan Grothues