National-Scribble-Day: Zeichnungen bilden Heimat ab
Um die Kreativität und Kunst des Kritzelns zu feiern, findet jedes Jahr am 27. März der „National-Scribble-Day“ zu deutsch: der internationale Kritzel-Tag statt. Das hat die BZ zum Anlass genommen, um nach Zeichnungen aus der Heimat zu fragen. Wir haben daraufhin ein paar hübsche Bilder erhalten.
© Stefanie Roese
Aber was ist ein Scribble überhaupt? Ein Scribble zeichnet sich dadurch aus, dass es schnell, grob und skizzenhaft angefertigt wird. In der Welt der Mediengestalter beispielsweise wird es oft genutzt für die Ideenfindung und Visualisierung von Konzepten. Scribble entstehen aber auch dann, wenn man mit dem Block und dem Stift unterwegs ist, um bestimme Szenen einzufangen. Das können auch Landschaften und Augenblicke aus der Region sein. Die BZ hat daher Leser gebeten, ihre Scribble aus der Heimat einzusenden.
Stefanie Roese zeichnet gerne. Sie wohnt mit ihrer Familie direkt in der Siedlung am Pröbstingsee. Roese selbst ist Gemen aufgewachsen und war schon als kleines Mädchen oft am Pröbstingsee.
Sie schreibt: „Im Jahr 2000 sind wir dann in unser jetziges Haus gezogen und 2011 kam unsere erste Tochter hier zur Welt. Wir alle lieben Borken und freuen uns jeden Tag, dass wir so idyllisch leben können. Da ich schon immer gerne zeichne (Instagram: madame.buntstift) und diese Aktion gerne unterstützen möchte, schicke ich Ihnen mein Bild von heute Abend. Ich zeichne jeden Tag ein kleines Sketch/eine kleine Illustration. Mein großer Traum ist es, dass ich irgendwann mal ein Kinderbuch illustrieren werde, in nicht allzu weiter Zukunft möchte ich mir diesen Wunsch erfüllen. Die Kinder in der Schule (ich bin Grundschullehrerin in Burlo) ermutigen mich jeden Tag am Zeichnen „dran“ zu bleiben.“
Auch Anne Rieken hat eine Zeichnung eingesendet. Diese hat sie 2025 zum 555-jährigen Jubiläum des Schützenvereins skizziert. Im Hintergrund ist die Jugendburg zu sehen.
© Anne Rieken
„Der Baumschnitt macht es möglich“, schreibt Maria Glenz. Das erste Mal seit Jahren habe sie den Kuhmturm und die Remigiuskirche, vom Geelen Graben aus, zusammen sehen können. Und das war ein Bild wert, schreibt sie.
© Maria Glenz
Auch Christine Bone zeichnet gerne. Im vergangenen Jahr hat sie beispielsweise beim Drachenfest oder Entedankfest der Landfrauen. Nach jahrzehntelanger Pause zeichne sie seit gut 1,5 Jahren wieder, meist in Skizzenbücher, was sich mittlerweile zu einer Art Tage- und Reiseskizzenbücher entwickelt habe. „Frau Glenz hat mich sozusagen „infiziert““, sagt sie. Außerdem probiere sie mittlerweile gerne auch andere Techniken aus.
© Christine Bone
© Christine Bone
Bastian Hampf aus Raesfeld hat eine Zeichnung eingesendet, die er nach eigenen Angaben ungefähr vor 20 Jahren entstanden ist. Dazu schreibt er: „In dieser Zeit bin ich im Sommer mit dem Fahrrad von Raesfeld aus des öfteren durch die Bauernschaften gefahren, habe nach Lust und Laune angehalten und das eine oder andere interessante Motiv mit Bleistift eingefangen. Von ungefähr 10 Bildern habe ich mir dieses ausgesucht, da es mir auch heute noch sehr gefällt. Die Strichführung ist konsequent und gibt das Motiv so wieder wie ich meine es erfahren zu haben. Ich saß gegenüber der Burg auf der Wiese, die Sonne schien, viele Menschen hielten sich um mich herum auf. Schulklassen bezogen die Räumlichkeiten der Burg. Fahrradfahrer, Hundehalter, junge Mütter mit Kinderwagen flanierten durch die Anlage. Ein schöner Tag.“
© Bastian Hampf
© Christine Bone