Borken

Weseke hat jetzt eine Mitfahrerbank

Die neue Mitfahrerbank in Weseke soll den eingeschränkten öffentlichen Nahverkehr ergänzen und vor allem Menschen ohne eigenes Auto mobiler machen. Mit der Gegenbank am Butenwall sind die beiden Bänke nun symbolisch mit einander verbunden. Eine besondere Bedeutung hat auch das Design der Weseker Bank.

Von Borkener Zeitung

12.07.2026

Monika Kotowska (Reckert Möbel), Edith Reckert (Hydraulik- und Hubgeräte), Marzena Steenpaß und Frank Dignath (v.l.) von der Merian-Realschule freuen sich über den Abschluss des Kooperationsprojekts.

Monika Kotowska (Reckert Möbel), Edith Reckert (Hydraulik- und Hubgeräte), Marzena Steenpaß und Frank Dignath (v.l.) von der Merian-Realschule freuen sich über den Abschluss des Kooperationsprojekts.

© pd

WESEKE. In Weseke gibt es jetzt auch eine Mitfahrerbank. Das Kooperationsprojekt der Maria-Sibylla-Merian-Realschule mit den Firmen Reckert Werkstatt Möbel und Hydraulik- und Hubgeräte wurde mit dem Aufstellen der Bank an der Borkenwirther Straße in der Nähe des Friedhofes St. Ludgerus erfolgreich abgeschlossen.

Die Rückenlehne der Bank nimmt dabei Bezug auf Weseker Kulturgut. „Die Rückenlehnen als Zwiebel fand ich passend für Sippel-Wäske“, sagt Mitorganisatorin Edith Reckert über das „Sippeldorf“, wo seit 1983 die Symbolfigur Sippel-Jans als Denkmal im Dorf steht und die Karnevalsprinzen am Rosenmontag traditionell in einer Bronze-Prinzenzwiebel auf ihrem Festwagen durch die Straßen gefahren werden. Edith Reckert hatte zusammen mit dem ehemaligen Lehrer Herr Bernhard Köhler die Idee zur zweiten Mitfahrerbank in der Kreisstadt. Die erste befindet sich am Butenwall gegenüber des Holkensturms. Dies passt zur Idee einer „Gegenbank“ für den Rückweg. Auf dem Schild an der Bank erkennen Autofahrer das Ziel - im Weseker Fall ist dies Borken.

Eine Mitfahrerbank ist eine öffentliche Sitzbank, die Menschen eine spontane und kostenlose Mitfahrgelegenheit im Auto bieten soll. Besonders im ländlichen Raum soll dieses Konzept den oft nur eingeschränkten öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ergänzen und vor allem Menschen ohne eignes Auto mobiler und flexibler machen. Auch der Nachhaltigkeitsgedanke spielt hier eine Rolle.

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