Borken

Vogelschützer bauen Storchennest in Weseke auf

In Weseke steht ein neues Storchennest. Mitglieder der Vogelschutzgruppe des Vereins haben es errichtet. Die Gruppe hatte seit langer Zeit immer mal wieder vor, so ein besonderes Projekt anzugehen.

Von Borkener Zeitung/ pd

06.03.2024

Dirk Schlattjann (v. li.), Guido Wesseling und Manfred Hartog richten das Storchennest auf.

Dirk Schlattjann (v. li.), Guido Wesseling und Manfred Hartog richten das Storchennest auf.

© pd

Gruppe des Heimatvereins Weseke setzt Idee um

WESEKE. Nachdem eine Fledermäuse-Aktion erfolglos geblieben war, wollten die Weseker Vogelschützer nun versuchen, Störche nach Weseke zu holen. Weißstörche haben sich in milden Wintern an etlichen Orten niedergelassen, die gute Nistmöglichkeiten bieten. Aber ein Storchennest zu bauen, sei eine andere Hausnummer als einen Meisenkasten, zumal darüber hinaus etliches zu bedenken und in die Wege zu leiten gewesen sei, schreibt der Verein.

Zunächst mussten Fragen geklärt werden

Wo gibt es einen geeigneten Platz? Wie stehen private und behördliche Naturschützer, Jagdpächter und Grundeigentümer zu diesem Vorhaben? Diese Fragen trieben die Initiatoren um. Und sie beantworteten sie. Das Nest an sich entdeckten die Heimatfreunde im Internet bei einem Nestbauer in Leer. Durch ein Mitglied der Gruppe als Sponsor konnte das Nest erworben und nach Weseke geholt werden.


Wunschstandort musste geändert werden

Ferdi Benning sagte spontan einen zehn Meter hohen Telegrafenmast zu und transportierte diesen auch zum Aufbauort. Am vergangenen Samstag haben Guido Wesseling, Manfred Hartog, Dirk Schlattjann, Günter Homann und Helmut Klöcker bei der Aktion „Storch“ dann das Nest auf dem Mast an einem Fischteich in der Nähe des Dorfes installiert. Dabei handelte es sich jedoch nicht um den Wunschstandort für den Nistplatz, da dieser wegen der Planung von Windrädern aufgegeben werden musste. Und auch der jetzt gewählte genügt gerade noch dem Abstandsgebot im Bau befindlicher Anlagen.

Der Nistplatz besteht aus dem zehn Meter hohen Holzmast und dem eigentlichen Nest, einer stabilen rostgeschützten Metallkonstruktion, die mit Naturmaterialien ausgepolstert ist. Es hat einen Durchmesser von anderthalb Metern und bietet genug Platz für eine Storchenfamilie.

Um das Nest an seinem Standort aufzubauen, hatte die Gruppe Bohrgerät für das Mastloch und einen Bagger besorgt, um den Mast in das Bohrloch einzusetzen und zu verankern. Es überragt die umgebenden Baumwipfel und gewährleistet gute Sicht und Schutz vor Fressfeinden. Alle sind nun gespannt und hoffen, dass der Nistplatz von durchziehenden Störchen angenommen und belegt werden wird.

Vogelschützer bauen Storchennest in Weseke auf

© pd

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