Borken

Leserbrief: Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern geht vor

Leserbrief zum BZ-Kommentar „Berechtigte Zweifel“ zum Bericht über den geplanten Radschnellweg.

Von Franz Langenhorst

29.04.2026

Der geplante Radschnellweg soll zu großen Teilen auf der ehemaligen Bahntrasse Bocholt-Borken verlaufen.

Der geplante Radschnellweg soll zu großen Teilen auf der ehemaligen Bahntrasse Bocholt-Borken verlaufen.

© Kauffelt

In der Berichterstattung über den Radschnellweg und dem Kommentar dazu wird leider das wichtige Thema Sicherheit von nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern nicht angesprochen. Stattdessen wird angeführt, dass „S-Pedelecs auch auf Radschnellwegen nicht fahren dürfen, ist absurd“.

Dies wird begründet mit der erstaunlich polemischen Argumentation, dass auch Autos dann innerstädtische Straßen nicht benutzen dürften, weil diese schneller als 50 km/h fahren können. Hierzu muss klar gesagt werden, dass es in der Straßenverkehrsordnung den Begriff „Radschnellweg“ nicht gibt. Sondern nur im allgemeinen Sprachgebrauch.

Es handelt sich also um einen Radweg, der in diesem Fall speziell Radfahrern ein sicheres Fahren über längere Strecken ermöglichen soll, ohne wiederholtes Abbremsen und Stehenbleiben an Kreuzungen und Straßeneinmündungen.

S-Pedelecs mit normalen Fahrrädern oder E-Bikes zu vergleichen, ist falsch. Denn ein S-Pedelec kann eine Geschwindigkeit bis zu 45 km/h ohne Tretunterstützung erreichen. Sie gelten als Kraftfahrzeug, müssen ein Versicherungskennzeichen haben und die Fahrer benötigen die Führerscheinklasse AM und beim Fahren einen geeigneten Sturzhelm.

Jedoch haben die Länder NRW und Baden-Württemberg Erlasse herausgegeben, die das Befahren von als „Radschnellweg“ bezeichneten Radwegen ermöglicht, wenn ausreichende Sicherheitsbedingungen erfüllt sind. Und die Sicherheit von „normalen“ Fahrradfahrern und Fußgängern sollte, bei allem Verständnis für die Bedürfnisse von Fahrradpendlern, vorgehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Borken

zur Merkliste

Schüler verschönern Unterführung in Borken

Eine Unterführung in Borken wird zum Kunstprojekt: Schüler gestalten sie mit Graffiti um. Die Aktion, die 17.000 Euro aus der Stadtkasse kostet, soll die Stadt verschönern.

Borken

zur Merkliste

Public Viewing am Borkener Pröbstingsee geplant

Statt der gewohnten Fan-Meile in der Innenstadt soll es zur Fußball-WM in Borken eine „Biergarten-Atmosphäre im Grünen“ am Pröbstingsee geben. Tische und Stühle werden auf der Wiese vor einer LED-Wand aufgestellt, um die Spiele zu verfolgen. Eine Vorentscheidung darüber soll nächste Woche fallen.

Borken

zur Merkliste

Borkener Weinfest findet ohne heimische Gastwirte statt

Beim Borkener Weinfest vom 21. bis 25. Mai präsentieren dieselben Winzer wie im Vorjahr ihre Weine aus verschiedenen Anbaugebieten. Heimische Gastwirte sind jedoch nicht vertreten. Ein Borkener Gastronom erklärt die Gründe dafür.