Leser geben Tipps, um in Tropennächten zu Schlaf zu kommen
In sogenannten tropischen Nächten ausreichend Schlaf zu bekommen, ist mitunter schwierig. Die BZ hat ihre Leser nach Tipps gefragt. Gekühlte Wärmflaschen und nasse Tücher spielten dabei ein Rolle.
Ventilatoren können bei Hitze kurzzeitig Abhilfe schaffen.
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
BORKEN. Phasen von mehrere Tage anhaltender Hitze sind für Menschen eine große Belastung. Die Borkener Zeitung hat sich unter Lesern und Nutzern sozialer Medien gefragt, wie sie sich auf die Hitze vorbereiten und vor allem auf welche Tricks sie zurückgreifen, um bei den hohen Temperaturen auch nachts Schlaf zu bekommen.
Facebook-Nutzerin Mara Engelhardt sagt, dass die Reinleinen-Laken von „Omma“ Wunder wirkten. Zur Not feuchtet sie diese noch leicht an. Martina Wittkamp schreibt, dass sie die Rolläden den ganzen Tag geschlossen halte und erst lüfte, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Sie rät zudem dazu, eine leichte Fließdecke zu verwenden. Und gerade jetzt zur WM mit einem Augenzwinkern: nicht zu viel aufregen. Auch Instagram-Nutzerin „Luebjohanna“ greift auf den Trick zurück, nachts komplett durchzulüften und tagsüber die Rolläden geschlossen zu halten.
Die Techniker Krankenkasse rät auf ihrer Homepage ebenfalls zu abgedunkelten Räumen. Wenn die Sonnenstrahlen erst den Weg durchs Fenster ins Zimmer gefunden haben, trete der klassische Treibhauseffekt ein: Die Wärmestrahlung komme durch das Glas nicht wieder aus dem Raum. In der Folge heize sich der Raum auf. Wer im Dachgeschoss wohnt, sollte jedoch ein Fenster leicht geöffnet lassen, damit heiße Luft entweichen kann, heißt es in den Tipps der Krankenkasse.
Claudia Altenberger setzt auf den Kühlschrank als Hilfsmittel. Nicht, um darin zu schlafen. Sie gibt den Tipp, die Decke dort zum Abkühlen zu deponieren.
Instagram-Nutzerin „Kiestelstein_erna“ setzt bei ihrem Tipp ebenfalls bei der Decke an. Sie rät zu einer leichten Bettdecke und leichter Nachtwäsche. Zudem helfe es, ein nasses Handtuch vor den Ventialtor zu hängen, schreibt sie. Instagram-Nutzerin „Marionherfort“ ergänzt: „Kühlakku mit ins Bett nehmen.“ Anstelle eines Kühlakkus setzt „lisa_stnpass98“ auf eine Wärmflasche. Diese befüllt sie allerdings mit kaltem Wasser und legt sie dann für einige Stunden in den Kühlschrank, um sie dann mit ins Bett zu nehmen.
Heiße Tage“ und „Tropennächte“
Die klimatologischen Kenngrößen „Heiße Tage“ und „Tropennächte“ des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden unter anderem zur Beurteilung von gesundheitlichen Belastungen verwendet. Auf der Homepage des Umweltbundesamtes heißt es dazu: So ist ein „Heißer Tag“ definiert als Tag, dessen höchste Temperatur oberhalb von 30 Grad Celsius liegt, und eine „Tropennacht“ als Nacht, deren niedrigste Temperatur 20 Grad nicht unterschreitet. Die raumbezogene Darstellung von „Heißen Tagen“ (HT) und „Tropennächten“ (TN) über die Jahre 2000 bis 2024 zeigt, dass diese zum Beispiel während der extremen „Hitzesommer“ in den Jahren 2003, 2015, 2018 und 2022 in Deutschland verstärkt registriert wurden.