Borken

Konsequenzen nach Großbrand bei Borchers

Nach dem Großbrand bei Borchers am 16. April verschärfen die Aufsichtsbehörden die Auflagen.

Von Nina Wickel / pd

07.05.2018

Sprachen über mögliche Konsequenzen für das Unternehmen Borchers: (v.l.n.r.) Jörg Decher, Dr. Christel Wies (Bezirksregierung Münster), Norbert Nießing, Jürgen Kuhlmann.

Sprachen über mögliche Konsequenzen für das Unternehmen Borchers: (v.l.n.r.) Jörg Decher, Dr. Christel Wies (Bezirksregierung Münster), Norbert Nießing, Jürgen Kuhlmann.

© Stadt Borken

Maßnahmenpaket beschlossen

BORKEN. . Nach dem Großbrand beim Entsorgungsunternehmen Borchers am 16. April verschärfen die Aufsichtsbehörden die Gangart. Ab sofort muss sich die Firma auf monatliche – unangemeldete – Kontrollen der Stadt und der Bezirksregierung einstellen. Außerdem soll der Brandschutz verbessert werden.

Vertreter aller zuständigen Bereiche der Borkener Stadtverwaltung und der Bezirksregierung Münster hatten sich Montag im Rathaus getroffen, um Konsequenzen aus dem Brand zu besprechen. Am Vormittag des 16. April hatten Pressballen aus Kunststoffabfällen mutmaßlich durch Selbstentzündung Feuer gefangen.

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Bis zu 10.000 Quadratmeter Lagerfläche hätten in Brand gestanden, teilte die Einsatzleitung seinerzeit mit. Die Löscharbeiten hatten über 24 Stunden gedauert, zeitweise waren 190 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis beteiligt. Ergebnis des gestrigen Treffens ist laut städtischer Pressemitteilung ein „konkretes Maßnahmenpaket“. Dazu gehöre eine „vollständige Umfahrung der Lagerflächen“, eine „befestigte weitere Feuerwehrzufahrt“ sowie die Bildung kleinerer Brandabschnitte.

Rechtsverbindlich ist das noch nicht. Die von der Feuerwehr Borken zu definierenden Brandschutzkriterien sollen im Rahmen einer „nachträglichen Anordnung“ von der Bezirksregierung Münster in die entsprechende Betriebsgenehmigung einfließen. Dieses Procedere solle möglichst vor den Sommerferien abgeschlossen sein, so Stadt-Pressesprecher Markus Lask zur BZ. Ziel des Maßnahmenpaketes sei, das Risiko eines erneuten Großbrandes „auszuschließen“, heißt es in der Pressemitteilung wörtlich. Weiterer Erörterung bedürfe die Frage, wie eine Selbstentzündung der gelagerten Abfälle verhindert werden könne.

Die Stadt Borken und die Bezirksregierung Münster hätten sich auf eine enge Abstimmung bei der Umsetzung und der Kontrolle der geforderten Maßnahmen verständigt. Ein gemeinsames Gespräch mit dem Entsorgungsunternehmen Borchers Kreislaufwirtschaft GmbH werde „zeitnah“ erfolgen, teilte die Stadtverwaltung mit. Über die gestrigen Ergebnisse sei die Firmenleitung aber unmittelbar informiert worden, so Markus Lask.

Firmenchef Georg Borchers legte gestern auf BZ-Nachfrage Wert auf die Feststellung, dass sein Unternehmen selbstverständlich mit den Behörden kooperiere. „Wir wollen doch um Gottes Willen nicht, dass so was nochmal passiert“, so Borchers. Deswegen habe er kurz nach dem Brand von sich aus bei einem externen Sachverständigen ein neues Brandschutzgutachten in Auftrag gegeben.

Konsequenzen nach Großbrand bei Borchers

© Stadt Borken

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