Borken

In Zaun verfangen: Hochlandrind vom Fliegerberg muss getötet werden

Tragischer Vorfall am Fliegerberg. Eines der schottischen Hochlandrinder hat sich am Montag im Weidezaun verfangen. Da das Tier sich nicht beruhigen ließ, konnte es nicht befreit werden und musste von einem Tierarzt erlöst werden.

Von Borkener Zeitung

12.03.2025

Das Hochlandrind Otis (Aufnahme aus dem Jahr 2020), das mit zwei weiteren Tieren seiner Art auf dem Fliegerberg lebte, musste getötet werden. Es hatte sich im Weidezaun verfangen und ließ sich nicht mehr beruhigen.

Das Hochlandrind Otis (Aufnahme aus dem Jahr 2020), das mit zwei weiteren Tieren seiner Art auf dem Fliegerberg lebte, musste getötet werden. Es hatte sich im Weidezaun verfangen und ließ sich nicht mehr beruhigen.

© Lilly Schmidt

BORKEN. Aus bisher unbekannten Gründen ist Montag eins der drei schottischen Hochlandrinder vom Fliegerberg auf der Naturerbefläche der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Borken durch den Weidezaun gegangen und hat sich in diesem verfangen. Die Polizei sperrte den Bereich ab. Auch der Weidetierhalter konnte den weißen Bullen mit Namen Otis nicht beruhigen. Wie Zeugen berichten, hatte sich das Tier zunächst nur mit einem Bein im Zaun verfangen. Aufgebracht habe sich der Bulle aber immer mehr in dem Draht verfangen und strangulierte sich dadurch selbst, so dass es letztlich durch den Tierarzt vor Ort getötet wurde.

Den beiden anderen Bullen, Malcolm Junior und Markus, gehe es augenscheinlich gut. Sie seien Otis nicht gefolgt. Der Weidezaun wurde repariert. Der Halter kann sich das Verhalten schwer erklären und ist traurig über den tragischen Ausgang und den Verlust seines sonst sehr gutmütigen und zutraulichen Rindes, heißt es in einer Pressemitteilung der DBU.

Die Schottischen Hochlandrinder sind als Landschaftspfleger für zwölf Hektar auf der ehemaligen Landebahn am Fliegerberg unterwegs. Die Fläche ist Teil des Nationalen Naturerbes und dem Naturschutz gewidmet. Durch ihren Appetit bleibt das wertvolle Offenland erhalten. Ihre Klauen formen freie Bodenstellen, die für die Eiablage der hier vorkommenden Zauneidechsen wichtig sind, und halten den Bewuchs für beispielsweise Gartenrotschwänze oder Heidelerchen kurz. Im Fell der Tiere verfangen sich Samen, die über die Fläche verbreitet werden, und ihr Dung ist Nahrung für viele Käfer und andere Insekten. Das lange Oberhaar, das die Tiere gegen Kälte und Nässe schützt, ist charakteristisch für die schottische Rinderrasse, die darauf gezüchtet wurde, mit robustem Wetter und kargem Futterangebot umzugehen.

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