Flaue Winde: Favoriten-Pech beim SailGP in Sydney
Beim dritten Saison-Event im SailGP herrschen schwierige Bedingungen. Ein Verfolger siegt, der Topfavorit patzt - und das deutsche Team kämpft.
Der SailGP im Segeln (Archivbild).Jens Büttner/dpa
© Jens Büttner/dpa
In der Segel-Weltliga SailGP hat der Topfavorit Australien ausgerechnet beim Heimevent in Sydney gepatzt. Bei flauen Winden kam das als Starkwind-Liebhaber bekannte Team nicht über Platz fünf hinaus und verpasste sogar das Finale. Den Flautenpoker im Sydney Harbour gewann das U.S. SailGP Team vor den Titelverteidigern des Teams Emirates GBR und Los Gallos aus Spanien.
Auch das Germany SailGP Team quälte sich unter den schwierigen Bedingungen in der flauen Brise über den Kurs. Trotz zweier zweiter Ränge in den insgesamt sieben Rennen kamen Steuermann Erik Kosegarten-Heil und seine Crew nach zu schwachen Starts nicht über Platz acht in der Gesamtwertung hinaus.
Deutsches Team verpatzt zu viele Starts
„Der Erfolg ist bei solchen Bedingungen sehr an den Start gebunden. Den haben wir in drei von vier Rennen nicht gut auf die Platte bekommen“, sagte Trainer Lennart Briesenick bereits zur Halbzeit des Renn-Wochenendes.
In der Meisterschaftswertung des SailGP mit seinen insgesamt 12,8 Millionen Dollar Preisgeld haben die Briten (28 Punkte) nach drei von 13 Events die Führung vor Australien (25) und den USA (20) übernommen. Das deutsche Team, an dem auch der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel beteiligt ist, liegt mit zehn Punkten auf Platz neun. Die Serie wird mit der SailGP-Premiere in Rio de Janeiro am 11. und 12. April fortgesetzt und gastiert am 22. und 23. August wieder in Sassnitz auf Rügen.