Barças Torspektakel: Flick setzt auf Attacke und die Zukunft
Gegen Newcastle spielt der FC Barcelona nach der Pause befreit und entfesselt auf, Trainer Hansi Flick ist nach dem Spiel erleichtert. Dabei geht es auch um seine eigene Zukunft.
Hansi Flick beobachtet mit Lamine Yamal einen seiner Offensivstars.Joan Monfort/AP/dpa
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Hansi Flick stand feixend im Kreis seiner Mannschaft und verkündete noch auf dem Rasen des Camp Nou die frohe Kunde. Allerdings war das nicht die zuletzt viel diskutierte Vertragsverlängerung des deutschen Trainers des FC Barcelona, sondern es ging um einen freien Tag nach dem spektakulären Viertelfinal-Einzug in der Champions League mit dem 7:2 (3:2) gegen Newcastle United im Achtelfinal-Rückspiel.
Am Ende habe sein Team „ein verrücktes Spiel“ überstanden, so der 61 Jahre alte Flick. Der Trainer sah in der ersten Halbzeit neben tollem Angriffsfußball seines Teams auch zahlreiche Ballverluste und Fehler in der Defensive. Vor allem die hohe Abwehrreihe lud Newcastle zu mehreren gefährlichen Vorstößen und den beiden Ausgleichstreffern durch Anthony Elanga ein.
Flick will Kontrolle, Raphinha überragt
Doch ein Foulelfmeter kurz vor dem Pausenpfiff ließ die Partie kippen. „Das war wichtig“, sagte Flick, „nach der Pause wollten wir dann den Ball besser kontrollieren und tiefer verteidigen.“ Und das tat sein Team. Nach der Halbzeitansprache von Flick wirbelte Barcelona im ersten K.o.-Runden-Spiel im Camp Nou vor Zuschauern seit mehr als sechs Jahren Newcastle eine Viertelstunde lang völlig durcheinander.
Angetrieben wurde das junge Team vom wieder mal überragenden Raphinha, der seit der Ankunft von Flick in Barcelona im Sommer 2024 zu einem der besten Offensivspieler der Welt geworden ist. Zwei Treffer erzielte der Brasilianer, drei bereitete er vor. Zusammen mit Lamine Yamal, Robert Lewandowski und Fermín López bildet er in dieser Saison ein unberechenbares Offensiv-Quartett. „Wir wollen immer attackieren und nach vorn spielen.“
Vertragsverlängerung? „Das ist mein letzter Club“
Im Fokus steht aber auch Flick, nicht nur wegen seines offensiven Fußballs mit fast drei eigenen Treffern im Schnitt pro Spiel, sondern auch wegen seiner Zukunft. Flick ist noch bis zum 30. Juni 2027 an den spanischen Meister und Pokalsieger gebunden. Die Katalanen wollen die Zusammenarbeit mit dem früheren Bayern- und Bundestrainer in Kürze verlängern. Flick sagte vor dem Spiel gegen Newcastle: „Ich habe nicht in meinem Kopf, noch einmal woanders hinzugehen. Das ist mein letzter Club, es ist mein letzter Job.“
Laut dem frisch wiedergewählten Vereinspräsidenten Joan Laporta soll der neue Kontrakt bis 2028 laufen. „Ich würde mich sehr freuen, wenn er die nächsten fünf Jahre bleiben würde. Fürs Erste werden wir ihn um ein weiteres Jahr verlängern. Denn wir möchten immer, dass er mit einem weiteren Vertragsjahr arbeitet“, sagte Laporta beim Sender „RAC1“.
Mit der Verkündung könnte es noch etwas dauern. Flick will mit Barcelona in diesem Jahr den Meistertitel verteidigen und nach mehr als zehn Jahren wieder den Champions-League-Titel holen - den ersten nach der Generation um Lionel Messi, Xavi Hernández und Andrés Iniesta. Im Viertelfinale geht es nun gegen Atlético Madrid, gegen das Barcelona in dieser Saison im spanischen Pokal bitter ausgeschieden war.