Leserbriefe

Wie weit wollen wir denn gehen?

Wolfsansiedlung

Freitag, 5. Februar 2021 - 18:42 Uhr

von Johannes Finke (Biolandbauer, Hoxfeld)

Leserbrief zum BZ-Interview mit Hermann Olbing zum Thema Wolf.

Foto: Michael Weirauch

An der Entnahme des Wolfs, hier ein Symbolbild, werde kein Weg vorbeiführen, so die Einschätzung von Hermann Olbing.

Ich kann Herrn Olbing nur recht geben. Auch ich bin der Meinung, dass die Verbreitung des Wolfs – da er keine natürlichen Feinde hat – die Artenvielfalt nicht erhalten, sondern verringern würde. Und zur Regulation großer Bestände brauchen wir den Wolf nicht, das Auto reguliert genug. – Ginge es um konsequenten Erhalt der Arten, dürfte zum Beispiel auch der Fuchs nicht bejagt werden. Doch er wird es, und ich finde das richtig. Vor circa fünf Jahren hatten wir selbst einen Fuchs im Hühnerauslauf, der in zwei Tagen eben mal 40 Hühner im Blutrausch gekillt hat. Die ganze Herde war über Wochen verstört. – Zurück zum noch viel aggressiveren Wolf: Wie weit wollen wir denn gehen? Wollen wir irgendwann auch wieder Mammut und Säbelzahntiger hier ansiedeln?