LeserbriefeFREI

„Vorwürfe sind mir nicht bekannt“

CDU-Kandidaten

Donnerstag, 27. Mai 2021 - 11:30 Uhr

von Bernhard Icking senior (Borkenwirthe)

Leserbrief zu: „Wer gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen?“.

Foto: Colourbox.de

Am 26. September ist Wahl zum 20. Deutschen Bundestag (im Foto die Reichstag-Kuppel): Mit Anne König und Johannes Röring bewerben sich zwei CDU-Kandidaten im südlichen Wahlkreis.

Nach meiner Erinnerung wurde Johannes Röring seinerzeit mit großer Mehrheit gewählt. Wenn die jeweiligen Abgeordneten der Vergangenheit stets wiedergewählt wurden, bis sie aufhören wollten, spricht das für die richtige Auswahl sowohl durch die Partei als auch für den Kandidaten selbst. Bisher wussten die Kandidaten selbst, wann sie den Stab weiterreichen sollten.

Klar widersprechen muss ich dem Vorwurf der Klientelpolitik.

Als Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes hatte er die Landwirtschaft zu vertreten. Vorwürfe der Klientelpolitik seitens der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände sind mir zwar nicht bekannt, können aber auch nicht ausgeschlossen werden, sollten aber auf Substanz hinterfragt werden. Wenn Herr Röring als Mitglied des Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft 40 Reden, die alle mit Landwirtschaft zu tun haben, gehalten hat, zeugt dies eher von Kompetenz und Fleiß. Wenn Frau Schulte, ebenfalls Mitglied im besagten Ausschuss, zwar war auch einige Male zur Landwirtschaft, aber auch zu Themen wie Contergan-Skandal, gute Ernährung für Schüler, Altersarmut, gerechte Entlohnung oder Tabakwaren geredet hat, so gehören diese Themen sicher vorrangig in Ausschüsse für Gesundheit und Soziales usw.. Wenn Persönlichkeiten, wie dies im Fall von Herrn Röring geschehen, in Ämter und Positionen berufen werden, so spricht dies doch eher für eine entsprechende Kompetenz und Ansehen als für einen „Klientelpolitiker“.

Wenn aber unterstellt wird, dass Herr Röring nach Abgabe des Amtes als Bauernpräsident weiter „die volle Konzentration“ auf die Belange „seiner Zunft“ legen wird, so ist dies eine Unterstellung, so dass der Artikel einen sehr einseitigen Eindruck hinterlässt.

Wenn auch Herrn Röring noch unterstellt wird, dass er sich nur für die konventionelle Landwirtschaft einsetzt, bringt dies möglicherweise konventionell und biologisch wirtschaftende Mitglieder gegeneinander auf. Dass der angeblich besondere Einsatz Herrn Rörings für Unmut in den Städten und in der Wirtschaft sorgt, ist mir unverständlich. Dies beweist doch gerade die große Zustimmung (im Zusammenhang mit den „Bauerndemonstrationen“) in allen Bevölkerungsteilen, auch in den Städten.

Hier geht es zum Bericht „Die Spannung steigt: Wer gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen?“.