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Leserbriefe

„Verantwortungs- und respektlos“

Hundedreck

Freitag, 8. November 2019 - 09:31 Uhr

von Norbert Terliesner (aus Heiden)

Leserbrief zum Bericht „Hundedreck stinkt den Nachbarn“.

Foto: privat

Hundehaufen in Vorgärten ärgern aktuell die Nachbarn an der Friesen- und Jahnstraße. Diese werden selbst dort von einigen nicht entsorgt, wo entsprechende Beutel dafür angeboten werden.

Der Bericht zum Hundedreck in Heidener Vorgärten hat bei mir aus zweierlei Gründen Betroffenheit ausgelöst: Zum einen stellen auch wir, die Anwohner des Naturlehrpfades, fest, dass einige (nicht alle!) Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Hunde auf dem Naturlehrpfad oder direkt hinter den Grundstücken der Anwohner nicht entsorgen, sondern liegenlassen. Beziehungsweise dass sie Tüten mit dem Hundekot in unsere Gartenanlagen werfen, obwohl nur 100 Meter entfernt ein Abfallkorb zur Verfügung steht.

Das ist verantwortungs- und respektlos gegenüber Menschen, die dort wohnen oder auch auf dem Naturlehrpfad spazieren gehen wollen. Insofern kann ich den Ärger der Nachbarn von der Jahn- und Friesenstraße gut verstehen und nachvollziehen.

Der zweite Grund für das Schreiben dieses Leserbriefes ist jedoch ein ganz anderer: Wer das entsprechende Foto mit den Augen eines Natur- und Gartenliebhabers betrachtet, kann sich nur verwundert und irritiert die Augen reiben. Ist dieser Schotterplatz wirklich ein Vorgarten? Mir kommt es eher wie eine Steinwüste vor. Schade, dass diese Praxis auch in Heiden immer mehr um sich greift. Um einen möglichst pflegeleichten „Vorgarten“ zu haben, werden Pflanzen und Sträucher entsorgt und durch mehr oder weniger großflächige Steinansammlungen ersetzt. Kein Wunder, dass der Bestand an Insekten und Bienen immer mehr abnimmt. Ich finde diese Praxis schockierend.

Wenn ich mit dem Fahrrad durch Heiden fahre, fällt mir auf, dass manche Straßenzüge auf diese Art und Weise schon mehr oder weniger ‚zugepflastert‘ sind. Wie schön ist es da zu sehen, dass es auch noch Gartenbesitzer gibt, die ihre Vorgärten möglichst naturnah gestalten und viel Zeit und Liebe investieren, einen Beitrag zu einem bunten, freundlichen Dorfbild zu schaffen, auf das die Gemeinde und ihre Bewohner stolz sein können.


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