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Leserbriefe

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Josefschule

Montag, 14. Mai 2018 - 11:56 Uhr

von Andreas Poll (aus Borken)

Leserbrief zu: „Protestant darf Josefschule nicht leiten“

Foto: Monkey Business Images

Das in Ihrem Artikel dargestellte Dilemma wurde – wie ich meine – erst vor wenigen Wochen vom EuGH in Luxemburg entschieden. „Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit forden. Zur Bedingung darf die Zugehörigkeit zu einer Konfession nur gemacht werden, wenn dies für die Tätigkeit objektiv geboten ist. Außerdem muss die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben“.

Nach dieser Gesetzesnovelle könnte das Bistum „Bekenntniskonformität“

allenfalls dann vom Schulleiter verlangen, wenn dieser mit der Verbreitung katholischen Glaubens persönlich befasst wäre. Ist er das nicht, kann das Bistum nicht einmal erwarten, dass der Bewerber Christ ist.

Die „Verhältnismäßigkeit“ lehrt, dass Schulleiter allgemein knapp sind, und dass zu einer Bewerbung ein seltenes Maß an persönlichem Engagement und Motivation erforderlich ist, dem eine „angehobene Besoldung“ nur bedingt gerecht wird. Würde das Bistum Münster (Rechts-)FRIEDEN SUCHEN, würde es Herrn Koschmieder alsbald mit der Leitung der Schule beauftragen. Dass der mit den Eltern der Grundschüler sprechen möchte, spricht sehr für ihn, ist aber – wie ich meine – nicht von entscheidender Bedeutung.

Hier geht es zur Berichterstattung.


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