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Leserbriefe

„Unfallverhütung scheint Architektem fremd zu sein“

Altes Rathaus

Dienstag, 6. August 2019 - 09:30 Uhr

von Bernd Späker (aus Weseke)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Architekt verteidigt Planung“.

Foto: Schönherr

Hier ist der Zustand nach dem Baustopp zu sehen.

Der Architekt, der vor 100 oder mehr Jahren die Säulenhöhe mit dem toskanischen Kapitell oben festgelegt hat, hatte Ahnung und war ein Fachmann.

Er hat die freie Säulenhöhe so bemessen, dass eine heutige DIN-Norm-Person ungehindert an der Säule durchlaufen kann, ohne sich den Kopf am Kapitell zu verletzen. Er hat ergonomisch, ästhetisch und unfallverhütungstechnisch alles richtig gemacht.

Beim heutigen Architekten verhält es sich anders. Der Begriff Unfallverhütung scheint dem Architekten nicht geläufig. Befremdlich ist auch, solchen Planungsfehler noch zu verteidigen.

Aber was noch schwerer wiegt, ist der Umstand, dass die VerantwortlichenArbeiten an der Alten Kirche gehen voran ein Vorhaben, dargestellt durch ein schönes buntes Bild in 2D, durchgewinkt haben. Dieses in der Borkener Zeitung dargestellte Bild zeigt sogar den gemachten Fehler. Es enthält schemenhaft eine dunkle Person, welche größer ist, als das Kapitell oben an der Säule.

Eine Begehung vor Ort zeigte deutlich, dass man sich am hervorstehenden Kapitell (auch schwere) Kopfverletzungen zuziehen kann. Ein unverantwortlicher Zustand.

Eine Partei hat es richtig erkannt. Solche gemachten Planungsfehler können im Vorfeld durch 3D-Programme mit Kollisionsbetrachtungen aufgedeckt werden. Fortschrittliche Architekturbüros verfügen über solche Mittel.


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