Leserbriefe

Ruhig mal meckern

Inklusionsarbeit

Mittwoch, 18. November 2020 - 10:30 Uhr

von Hartmut und Ulla Blank (Borken)

Leserbrief zur BZ-Berichterstattung über die Inklusionsarbeit in Borken.

Foto: Schönherr

Darauf zu achten, dass Gebäude barrierefrei zugänglich sind – wie hier die Stadthalle –, könnte eine Aufgabe für einen Inklusionsmanager sein.

Am unverständlichsten ist uns die Tatsache, dass Architekten beim Neubau des Gesundheitszentrums Borken derart geschlampt haben. So geht die Tür zur Orthopädie-Praxis nach innen auf. Dort stehen aber Stühle mit Flatterband (Corona-bedingt), sodass die Tür mit großen Schwierigkeiten geöffnet werden kann. Der Weg aus der Praxis ist ebenso schwierig – vor allem für Rollatorgänger und Rollstuhlfahrer. Normalerweise geht eine Tür gemäß Fluchtwegverordnung nach außen auf.

Die Barrierefreiheit an Bushaltestellen und Übergängen (Zebrastreifen) haben wir erst Mitte Oktober erneut angemahnt. Diese Mängel bestehen aber schon seit mehr als fünf Jahren. Die Behebung ist nur teilweise erfolgt. Dabei steht als Ausrede der Autofahrer im Mittelpunkt.

Unter dem Strich stellen wir bei dem Thema Inklusion fest, dass wir Alten außen vor gelassen werden. Wie sagte Frau Schulze Hessing mal: Das Senioren-Forum ist keine Meckerbude. Was soll sie dann sonst sein, wenn schon kein Seniorenbeirat eingerichtet wird?!

Es ist schade, dass die doch schon bestehende Stelle für Inklusionsmanagement gestrichen werden soll, weil Geld fehlt. Eigentlich sollten alle Senioren, die mit solchen Mängeln wie schlechte Eingänge zu Behörden, Geschäften und Praxen zu kämpfen haben, bei der Stadtverwaltung anrufen. Wir glauben, die würden sich in der Beschwerdestelle nicht unbedingt freuen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und – meckern Sie ruhig!

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