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Leserbriefe

Reken den Rekenern?

Schwimmbad

Samstag, 23. Mai 2020 - 10:30 Uhr

von Mike Renners (aus Velen)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Freibad-Jahreskarten gibt es nur noch für Rekener“.

Foto: BZ

Das Rekener Freibad ist seit dem 20. Mai geöffnet.

Die Gemeinde Reken hat ihr Freibad am 20. Mai geöffnet. Dies begrüße ich. Es wäre besonders schön gewesen, jetzt in Reken zu schwimmen, weil das Bad in Velen (noch) nicht geöffnet ist. Die Bestimmungen des Landes liegen vor. Warum hat es Reken geschafft zu öffnen, aber Velen/Ramsdorf nicht? Die wahren Gründe werden wohl die Kosten des Freibadbetriebes sein.

Ich finde die Idee, nur Jahreskarteninhabern Eintritt zu gewähren, richtig. Dadurch könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. Meine Eltern, also Personen aus dem gleichen Haushalt, haben eine Jahreskarte. Auch ich wollte eine erwerben. Ich staunte nicht schlecht, als man mich im Bürgerbüro fragte: Sind Sie Rekener? Mir wurde mitgeteilt, dass Nicht-Rekenern keine Jahreskarte mehr verkauft wird. Was nicht bedeutet, dass nur Rekener in das Freibad dürfen. Meine Eltern haben ja die Jahreskarte. Aber das ist wohl der Hintergedanke: Eintritt nur für Rekener – Ausschluss besonders von Touristen aus dem Ruhrgebiet.

Mich würde die gesetzliche Rechtfertigung interessieren. Infektionsketten können nur bei Rekenern oder Jahreskarteninhabern nachvollzogen werden, aber bei mir nicht, einer Person aus dem gleichen Haushalt wie Besitzer von Jahreskarten?

Eine Begrenzung der Besucherzahlen sollte man anders erreichen, z.B. mit Begrenzung der Schwimmzeiten wie in Münster. Wo soll das hinführen? Nach dieser Logik sollte deutschlandweit Ausortlern der Eintritt in öffentliche Einrichtungen verboten werden. Das ist sicherlich mit dem geltenden Recht nicht vereinbar. Dass Jahreskarten nur an Rekener verkauft werden, wurde in der WDR Lokalzeit im Interview mit dem Rekener Bürgermeister verschwiegen.