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Leserbriefe

Nicht nur auf die Reisezeit achten

Bahnstrecke

Mittwoch, 12. Februar 2020 - 09:30 Uhr

von Marco Hoffstätte, BI Schienennetz Münsterland (49751 Sögel)

Leserbrief zu „Nein, aber zu alter Bahnlinie“.

Foto: Peter Berger

Abendstimmung Richtung Hoxfeld. Auf der schnurgeraden alten Bahntrasse verläuft seit vielen Jahren einr Radweg. Außer einer Reaktivierung des Schienenverkehrs könnte die Strecke, so ein weiteres Planspiel, zu einem Radschnellweg ausgebaut werden.

Gutachten erledigt, Chance vertan – und es werden jährlich weiterhin rund 15.000 Tonnen CO2 zu viel in die Luft geblasen, die die Bahnlinie Bocholt-Coesfeld-(Münster) einsparen würde. Wenn man sich in der Kosten-Nutzen-Untersuchung (NKU) anschaut (die übrigens 80 Seiten umfasst) welcher Fahrplan zugrundegelegt worden ist, stellt jeder Mensch fest, dass nur Wert darauf gelegt wurde, eine möglichst kurze Reisezeit zwischen Bocholt und Münster zu erzielen.

Anstatt darauf zu achten, dass auch in Borken und Coesfeld sogenannte Systemknoten (Integraler Taktfahrplan/ITF) erstellt werden, die das kurze Umsteigen von jeder Bahnlinie in jede Bahnlinie ermöglichen. Der NKU-Wert von 0,83 ist also diesem (absichtlichen?) Versäumnis geschuldet, sonst wären es nicht 6800 Fahrgäste, sondern durch die unberücksichtigten Umsteiger zwischen Bocholt/Rhede und Dorsten sowie zwischen Velen/Gescher und Dortmund bzw. Ahaus/Gronau mehr als 8500 Fahrgäste – montags bis samstags.

Wir haben ausdrücklich davor gewarnt, nur die Reisezeit Bocholt-Münster im Kopf zu haben.


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