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Leserbriefe

Nicht den Rotstift entscheiden lassen

Remigius-Grundschule

Dienstag, 12. Februar 2019 - 07:14 Uhr

von Gudrun Hadder, Simone Mels, Tina Peters, Claudia Rummel (aus Borken)

Leserbrief zur Berichterstattung über den geplanten Neubau der Remigius-Grundschule.

Foto: Kauffelt

Ein Entwurf des Remigiusschul-Neubaus.

Schule, Betreuung, Bewegung – Wie bekommt man das unter einen Hut? Als ein wichtiger Baustein in der Erziehung unserer Kinder gilt die Förderung der Bewegung. Hiermit fängt man bereits im Kindergarten an. Hört dies in der Grundschule auf? Betrachtet man das zukünftige Grundschulgelände der Remigius-Grundschule liegt der Verdacht nahe, dass für angemessene Bewegungsangebote kein Raum mehr geboten werden kann.

Schön, dass nun auch die Politik die Notwenigkeit eines Schulhofes sieht, auf dem Toben, Klettern, Fußballspielen und Energietanken möglich sind, und dass sie nach angemessenen Erweiterungen des Außengeländes sucht. Ideen dazu gibt es genug.

Warum also nicht, wie auf der Infoveranstaltung vorgeschlagen, den Schulhof vergrößern, indem man einerseits das angrenzende Stück des Friedhofes und ebenfalls den Abschnitt der Windthorststraße zwischen den Straßen „ Auf der Flüt“ und „Im großen Esch“ als Spielfläche mit einbezieht?

Der Fokus sollte in erster Linie auf einem ausreichend großen Gelände mit attraktiven Bewegungsangeboten für unsere Kinder liegen. Die angestrebten Grundstückskäufe der Stadt könnten im zweiten Schritt sicherlich Platz für die fehlenden Parkplätze bieten.

Ebenfalls fraglich ist, ob die Größe des Neubaus allen schulischen Belangen und nachmittäglichen Betreuungsangeboten gerecht werden kann. Kinder, die außerhalb der Unterrichtszeit ihre Freizeit in der Schule verbringen, sollten durch einen Raumwechsel die Möglichkeit bekommen, den Schulalltag hinter sich zu lassen. Es muss räumlich eine klare Trennung zwischen Schulbetrieb und der anschließenden Betreuung geben. Hierzu sollten der Ümi und OGS weiterhin eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Diese könnten durch eine schon jetzt dreigeschossige Bauweise des Mensagebäudes, statt der bislang geplanten zwei Geschosse, geschaffen werden. Diese Erweiterung des Gebäudes ist von Seiten der Stadt bereits als langfristige Option angedacht. Alternativ könnte man auch beide Gebäuderiegel dreigeschossig bauen.

Manche Entscheidungen sollten nicht ausschließlich mit dem Rotstift getroffen werden.


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