LeserbriefeFREI

Mit den Eigentümern an einen Tisch setzen

Wanderweg Marbeck

Dienstag, 4. Mai 2021 - 09:30 Uhr

von Rita Butenweg-Höffken (Marbeck)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Verwaltung hat keine Handhabe gegen Wege-Einzug“.

Foto: Edgar Rabe

An dieser Stelle konnten Spaziergänger bis Mitte März noch von Marbeck zum Waldfriedhof laufen.

Wie kann es sein, dass ein über 70 Jahre alter vom Westfälischen Heimatbund ausgewiesener Wanderweg sozusagen über Nacht verschwindet? Jeder Wanderer darf nur die ausgewiesenen Wanderwege nutzen, aber die Eigentümer dürfen diesen Weg nach jahrzehntelangem Recht einfach zerstören?

Wie kann es sein, dass tausende Liter von Gülle auf dem Feld und dem ehemaligen Wanderweg aufgebracht werden dürfen in unmittelbarer Nähe (unter einem Meter) zum Engelradingbach? Der Engelradingbach versickert nicht einfach in Marbeck, sondern geht in die Borkener Aa über.

Wie kann es sein, dass Sträucher, die unter Naturschutz stehen (Weidekätzchen), einfach beim Umpflügen des Wanderweges zerstört wurden? Gibt es für Großgrundbesitzer andere Vorschriften?

Wie kann es sein, dass am Beckenstrang in Marbeck Grund und Boden noch mit Gülle und Pestiziden behandelt werden, wo doch meines Wissens in diesem Jahr Baugrundstücke dort entstehen sollen? Hier klage ich keineswegs den Landwirt an, sondern unterlassene Vereinbarungen zwischen dem Landwirt und der Stadtverwaltung.

Liebe Vertreter*innen der Bürger*innen, bitte setzen Sie sich schnellstmöglich mit den Eigentümern des Wanderweges an einen Tisch, um ein Konzept zu entwickeln, das eine Akzeptanz auf beiden Seiten findet. Gerade zur jetzigen Zeit wissen wir alle, wie wertvoll es ist, Natur erleben zu dürfen. Hierbei ist es wichtig, sich an Regeln zu halten, jedoch muss ein Entgegenkommen auf beiden Seiten stattfinden.