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Leserbriefe

Mein „Nein“ kaum akzeptiert

Wettbewerb

Donnerstag, 2. April 2020 - 20:30 Uhr

von Jonathan Butteweg (Schüler des Berufskolleg Borken und einer der Gewinner)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Eine neue ,Ode an die Freude’“.

Foto: Pixabay

+++Symbolbild+++

Mein zentraler Punkt bezüglich der Ablehnung war ausdrücklich die Intransparenz der Jury, welche unter anderem aus Ihnen Herr Berger, der Bürgermeisterin und der Kulturgemeinde Borken bestand. Da fast ausschließlich diese zu meiner Begründung führte, habe ich den Eindruck, dass meine Argumentation verändert wurde. Aus diesem Grund greife ich zu der Veröffentlichung in dieser Form, um meine eindeutige und vollständige Position darzulegen. Um die genannte Intransparenz so kurz wie möglich zu erläutern: Nach Bekanntgabe der Gewinnertexte wurden an denen der Klassen 9a/9b nachhaltige Veränderungen vorgenommen, sodass diese nicht mehr den Originalen entsprachen. Dies wurde nicht mit mir kommuniziert.

Ich fragte bei Herrn Vosgröne (Kulturgemeinde Borken), bezüglich dieser Unstimmigkeit schriftlich nach. Wir standen mehrmals in Kontakt, ich bekam jedoch keine Antwort. Das spricht, wie ich finde, nicht gerade für ein transparentes Verhalten.

Aber auch der Pressetermin, bei dem das dem Artikel beigefügte Bild entstanden ist, lief sehr fragwürdig, zudem es vielmehr eine Diskussionsrunde wurde. Es wurden nicht einfach die Preise verliehen, sondern vielmehr erneut versucht, mich von meiner bereits im Voraus klar getroffenen Entscheidung abzubringen. Zudem wurde, obwohl die Frage nach meiner Zustimmung ausdrücklich offen gestellt war, mein „Nein“ kaum akzeptiert. Mir wurde Störung der Harmonie vorgeworfen und zudem beiläufig unterstellt, die in meiner Hymne beschriebenen europäischen Werte nicht zu vertreten, da ich nicht zu Konsens bereit sei. Ebenfalls unterstellte man mir, nicht über meinen Schatten springen zu können und bezeichnete sich selber als unglaublich transparente Jury. Auch die Lehrerin des Mariengarden Gymnasiums drängte mich schon fast dazu, meine Entscheidung zu ändern und zeigte wenig Verständnis. Für mich entspricht dies keinem fairen Verhalten.

Ich bitte sie erneut darum, in Zukunft faire Wettbewerbe auszuschreiben, da sonst keine Wertschätzung der Gewinner gegeben ist, welche Ihnen nach eigenen Angaben sehr wichtig sei.


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