LeserbriefeFREI

„Man geht ein unnötiges Risiko ein“

Asbest als Gefahr

Freitag, 31. Dezember 2021 - 11:30 Uhr

von Friedhelm Boyer (Heiden)

Leserbrief zum Bericht über den Rohrbruch am Dülmener Weg in Borken.

Foto: Feuerwehr

Am Dülmener Weg in Borken hat es drei Wasserrohrbrüche in 15 Monaten gegeben.

Für mich ist es unverständlich, dass man die Trinkwasserleitung noch in Betrieb hält, wo man doch genau weiß, dass diese Leitung dem Druck nicht mehr standhält. Dadurch geht man unnötig das Risiko ein, asbesthaltiges Material einzutragen ins Trinkwasser und das an den gebrochenen Stellen sowie über die gesamte Strecke bis zum Lünsberg. Auch wenn nicht ganz bewiesen ist, dass Asbest beim Trinken zu gesundheitlichen Schäden führt, ist es doch erwiesen, dass das Einatmen von asbesthaltigen Stoffen gesundheitsschädlich ist. Was passiert zum Beispiel beim Duschen, beim Sauna-Aufguss oder beim Kochen? Überall dort können die Fasern sich in der Luft verteilen. Solange die Leitung intakt war, war das Risiko noch annehmbar. Jetzt aber kann nach drei Brüchen der Leitung nur noch eine Entscheidung getroffen werden: die sofortige Stilllegung der Leitung. Damit das passieren kann, sollten die Stadtwerke Zusatzbehälter zum Speichern aufstellen, um den Tank auf dem Lünsberg zu ersetzen, und sofort mit dem Bau einer neuen Leitung beginnen.

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