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Leserbriefe

Mal sehen, wie die Polizei reagiert

Kontrollen/Baustelle

Donnerstag, 18. Juli 2019 - 09:33 Uhr

von Hans-Werner Bick (aus Gemen)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Polizei stoppt 114 Geisterradler“.

Foto: dpa

Hohes Risiko auch für Radfahrer: der Griff zum Mobiltelefon.

Die Polizei kontrollierte eine Woche lang die Borkener Radfahrer und verwarnte alle erwischten „Sünder“. Die müssen nun bezahlen. Teuer wird es vor allem für diejenigen, die auf dem Fahrrad das Handy benutzten. Das ist auch richtig so. Ist ja auch gefährlich. Teuer wird es übrigens aber auch für diejenigen, die auf dem Fahrrad ihr Handy gar nicht benutzen, sondern es nur in der Hand halten, da sie es zum Beispiel von der Hosentasche in die Jackentasche umstecken wollen. Bereits dieses ist ein Verstoß und wird geahndet. „Beide Hände gehören an den Lenker“, so der Polizeisprecher. Denn als Radfahrer darf man das Handy nicht halten und nicht bedienen – beide Hände müssen am Lenker sein. Es gibt nur eine Ausnahme, wann man als Radler eine Hand vom Lenker nehmen kann beziehungsweise sogar muss. Und zwar, wenn man abbiegen möchte. Das muss den anderen Verkehrsteilnehmern durch ein Handzeichen signalisiert werden. Und was ist nun mit den unzähligen Hundehaltern, die einhändig durch Borken radeln, weil sie mit der anderen Hand ihren (un)erzogenen Hund an einer meterlangen Leine mitführen? Was ist mit den Einhand-Radlern, die in der freien Hand eine sechs Kilogramm schwere Einkaufstasche vom Discounter halten oder einhändig einen vollen Korb selbstgepflückter Erdbeeren von Heiden nach Borken transportieren? Was ist mit dem Radler, der einhändig fährt, weil er eine achtstufige Trittleiter (selbst erlebt) mit sich führt? Wenn einhändiges Fahren geahndet wird, weil man auf dem Fahrrad ein Handy ohne jegliche Nutzung kurz nur in der Hand hält (denn dies gefährdet ja angeblich auch den Radfahrer und andere), dann aber bitte auch bei allen anderen Einhand-Radlern. Geht vermutlich aber gar nicht, da hätten die Borkener Polizisten ja nichts anderes mehr zu tun als durch Ecken und Hecken getarnt Radlern nicht auf die Finger aber auf die beiden Hände zu schauen. Ich fahre jetzt nur noch Rad mit einem gar nicht nutzbaren Handy-Dummy in der Hand. Mal sehen, ob das auch etwas kostet.

Und zum Leserbrief „Vergessene Baustelle“ vom 16. Juli: Exakt den gleichen Umstand beobachte ich seit Wochen auf der Raesfelder Straße stadtauswärts an der Unterführung der B 67. Nichts zu sehen, niemand arbeitet, Tempolimit sichtbar, alles gesichert, sogar der bekannte „Bewohner“ der Unterführung ist durch die Warnbarken völlig umzingelt. Wozu?

Julian Langowski 18.07.201912:34 Uhr

Während die Polizei tagsüber mit voller Energie und Härte bei den Fahrradsündern durchgreift, und es strikt ahndet, wenn die Schüler auf der falschen Seite auf dem Radweg fahren, verkommen die Straßen in der Nacht zum rechtsfreien Raum. Da darf die Raserszene Posen und Rasen, ohne Angst vor der Exekutiven. Wieviele Verkehrstote und -Verletzte akzeptieren die Verantwortlichen, bis man erkennt, dass einem hier wohl die Verhältnismäßigkeit entglitten ist?


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