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Leserbriefe

„Kritik ist scheinheilig“

Stromtrasse

Mittwoch, 17. Januar 2018 - 19:11 Uhr

von Ulrich Althoff (aus Gescher)

Leserbrief zum Bericht: Landrat kritisiert neue Stromtrasse“.

Foto: pd

Um die deutsche Energiewende, die hauptsächlich mit Windenergie zustande kommen soll, vor dem Scheitern zu schützen, muss schnellstens mindestens ein Parallelstromnetz zum bestehenden aufgebaut werden, da es selbst langfristig nicht möglich sein wird, den Windenergiestrom zu speichern. Dieses Parallelnetz soll zur Pufferung des durch Windkraft und Photovoltaik hergestellten Stroms dienen. Amprion als Netzbetreiber ist zuständig für die westliche Regelzone (Münsterland), und man kann deshalb die Stromautobahnen nicht ins südliche Niedersachsen oder anderswohin verlegen. Der Kreis Coesfeld hat schwierigere geologische Verhältnisse durch die Baumberge und auch höheren Druck durch Lobbyismus und kommt deshalb nicht in Frage.

Alle Kommunen im Münsterland wussten und wissen um diese Situation. Deshalb ist die Kritik, die Landrat Zwicker wegen der neuen Trasse ausspricht, scheinheilig und soll nur seinem öffentlichen Ansehen dienen.

In einem Leserbrief vom 16. Januar bringt der Schreiber zum Ausdruck, dass durch die Stromtrassen und die Gaspipeline „Zeelink“ die Umweltzerstörung beginnt: Nein, die Umweltzerstörung hat mit der sinnlosen und technisch geistesgestörten Energiewende in unserem dichtbesiedelten und hochindustriellen Land begonnen. Das Motto der Energiewende müsste deshalb frei nach Andreas Heumer lauten: Halt du sie dumm, ich mach sie arm.


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