Leserbriefe

Höhere Strafen – dann lohnen sich auch Kontrollen

Hundekot

Montag, 22. Februar 2021 - 10:30 Uhr

von Sebastian Kreyerhoff (Borken)

Leserbrief zum BZ-Turmkieker „Warum passiert da nichts?“ zum Thema „Hundekot“.

Foto: privat

So demonstrieren die Kinder der Remigiusschule gegen den Hundedreck.

Mit diesem Leserbrief möchte ich unseren Unmut über das leidige und in der heutigen BZ-Ausgabe vom Turmkieker angeprangerte Thema „Hundekot“ ausdrücken.

Das „wir“ umfasst meine Frau, unsere drei Kinder sowie diverse Eltern samt Kindern, die die Remigius- Grundschule besuchen. Schon seit Jahren findet sich gehäuft (Achtung, Wortspiel!) Hundekot rund um die Schule, und zwar nicht nur in den Beeten oder auf den Rasenflächen, sondern vor allem auf dem Gehweg, sodass es häufig dort vorkommt, dass Kinder hineintreten und die Exkremente bis in die Klassenräume verteilen.

Als ich am Freitagmorgen unsere Kinder zu Fuß zur Schule gebracht habe, lagen an 15(!) verschiedenen Stellen Hundehaufen, welche ich als Beweis fotografiert habe, und das an nur zwei der vier Seiten. An der OGS hängt sogar ein großes Tuch, gemalt von den Kindern, mit der Bitte, die Hunde nicht vor der Schule ihr Geschäft verrichten zu lassen.

Aber darauf wird offensichtlich im wahrsten Sinne des Wortes geschissen. Mittlerweile handelt es sich in Borken um ein allgemeines Problem, wie sich unschwer erkennen lässt, wenn man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Ich weiß nicht, wie die Situation an anderen Schulen und Kindergärten ist – der 100-Meter-Radius der Kita Nünningsweg, welche unsere Jüngste besucht, ist jedenfalls ähnlich mit Hundedreck besudelt.

Und es passiert überhaupt nichts. Warum erhöht man nicht die Strafen für Missachtung der „Hundekotbeutel-Mitführungspflicht“ und deren Nichtbenutzung? Wenn die Strafen im hohen dreistelligen Bereich lägen, würden sich bestimmt auch Kontrollen seitens der Stadt lohnen, man könnte auf diese Weise soziale Projekte fördern. Das wäre Win-win.