Leserbriefe

Gesunde Ernährung auch für Kantinen und Kitas

Regionalwert AG

Dienstag, 16. Februar 2021 - 11:30 Uhr

von Birgitt und Jürgen Kruse (Legden)

Leserbrief zu „Regionalwert AG: Gründung ist in Sicht“.

Foto: Regionalwert AG

Auf dem Hof Rülfing wird Bioschweinemast mit Bunten Bentheimern betrieben. Die Ferkel kommen von einem Nachbarhof. Schlachtung und Vertrieb erfolgen in der Region.

Gesunde Ernährung in alle Kantinen! Wir haben von der Nachfrageseite dazu vorgeschlagen: Bio-Lebensmittel in allen Kantinen. Das wird auch vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung im Zusammenhang mit einer „Landwende im Anthropozän“ gefordert: Eine Abkehr von tierproduktlastigen Ernährungsstilen hin zu zukunftsfähiger, nachhaltiger und gesunder Ernährung mit einer neuen Leitlinie für die Ernährung in Gemeinschaftsverpflegungen (Planetary Health Diet - PHD). Dazu sollen selbstverständlich vegetarische und vegane Gerichte und Förderung der Bio-Lebensmittel gehören. Entsprechende Unterrichtsinhalte oder gar ein Fach „Gesunde und nachhaltige Ernährung“ werden gefordert und Kochkurse und Schulgärtnern. Unter anderem beim „Runden Tisch“ in Ahaus haben wir den Vorschlag gemacht, besonders über den Weg der Regionalvermarktung gesunde, frische Bio-Lebensmittel zum Standard für Gemeinschaftsverpflegungen zu machen. Naheliegend wäre das vor allem für Altenheime und Krankenhäuser, aber auch für alle Bildungseinrichtungen von der Kita über die Schulen bis zu den Hochschulen.

Da Kirchen und Kommunen viele Einrichtungen betreiben, hätten sie hier (neben der Verpachtung von Land nach ökologischen Kriterien) eine besondere Verantwortung. Die „Corona“-Zwangspause könnte im Sinne von Artenschutz- und Klimaschutz genutzt werden, entsprechende Projekte zu starten, gegebenenfalls über Konzentration von Leader-Fördermaßnahmen unterstützt. Die Träger der Einrichtungen und Kantinen sollten jetzt zu einem Umstellungsprogramm eingeladen werden zum Wohl der Menschen in ihren Einrichtungen. Das hätte auch enorme Impulse für eine ökologische Landwirtschaft und eine mögliche Regionalvermarktung und wäre auch ein Klimaschutz-Programm. Dazu können Schulgärten aktiviert und umweltpädagogische Programme der Schulen angeregt werden.

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