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Leserbriefe

„Fakten schaffen statt Sensibilität für Klimaschutz“

Baumfällung

Samstag, 9. November 2019 - 09:30 Uhr

von Hiltrud Pitzen (aus Heiden)

Leserbrief zum BZ-Bericht „Bäume müssen für Garten weichen“.

Foto: Warmers

Neben der Ludgerusschule wurden einige Bäume gefällt und eine Hecke entfernt.

Ich bin total entsetzt und enttäuscht, in welchem Ausmaß die Arbeiten an der ehemaligen Ludgerusschule durchgeführt wurden. Es gibt meines Wissens einen Beschluss, das Umfeld der ehemaligen Ludgerusschule zu gestalten und von etwa 3000 Quadratmetern Schulgarten zumindest zirka 800 Quadratmeter zu erhalten.

Dass durch diesen Beschluss das Fällen der mindestens 50 Jahre alten Eichen mit eingeschlossen ist, war allerdings aus den öffentlichen Unterlagen nicht zu erkennen und offensichtlich auch Ratsmitgliedern nicht bewusst. Im Gegenteil, es wurde sogar in einer Sitzung am 3. April 2019 gesagt, dass auf dem Gelände des verkleinerten Schulgartens schon ein guter Bestand an Bäumen und Rasenflächen vorhanden sei, der Grundstock für einen Garten sei relativ schnell hergerichtet (Niederschrift Jugend- und Sportausschuss vom 3. April 2019).

Es kann doch nicht sein, dass die Gemeinde nicht über solche Eingriffe im Vorfeld hinweist und lieber Fakten schafft, anstatt sich Diskussionen auszusetzen. Bei Entscheidungen zum Thema Umwelt und Klima sollten die Verantwortlichen doch sensibler sein. Die Gründe, die in der BZ genannt wurden, warum die Bäume weichen mussten, überzeugen keineswegs. Sie sind auch aus den öffentlichen Sitzungsvorlagen nicht ersichtlich. Wahrscheinlich wäre das alles nicht passiert, wenn wir eine Baumsatzung hätten.

Die Anlage einer Blühwiese ist grundsätzlich zu befürworten, aber doch nicht auf Kosten alter Bäume. Es wäre sicherlich möglich gewesen, die Hecke oder den einen oder anderen alten Baum zu erhalten. Jedes Fällen von Bäumen, zudem noch ohne ersichtlichen Grund, wirkt sich negativ auf unser Klima aus. Im Vergleich dazu hilft es kurzfristig nur wenig, neue anzupflanzen.

Zu pflanzen einen schönen Baum, braucht‘s eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht‘s – Mensch bedenk’ es – ein Jahrhundert.


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