Leserbriefe

Fahrradstraßen sollten klare Vorteile für Fahrräder haben

Fahrradstraßen

Samstag, 26. September 2020 - 15:30 Uhr

von Helmut Stroick (Borken)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Stadt plant weitere Fahrradstraßen“.

Foto: Peter Berger

Die Lange Stiege ist Borkens erste Fahrradstraße.

Die Idee, Fahrradstraßen anzulegen ist sicher gut. Allerdings kommt bei der Auswahl die Frage auf, warum welche Straßen zur Fahrradstraßen werden sollen / geworden sind. Die Feldstiege zum Beispiel ist abgesehen von der Vorfahrtregel spätestens seit Einführung der Abstandsregel eine Fahrradstraße, weil der Abstand beim Überholen kaum eingehalten werden kann. Die Beachtung der Abstandsregel hat da – genau wie auf anderen Straßen – bis jetzt niemand kontrolliert. Wer kontrolliert das jetzt, wo es eine Fahrradstraße ist ? Wenn man Fahrradstraßen anlegt, sollten die klare Vorteile für Radfahrer haben. Da hier an vielen, um nicht zu sagen den meisten Straßen die Radwege wegen Mängeln nicht als benutzungspflichtig ausgewiesen werden dürfen, und teils üble Buckelpisten sind, wäre es am sinnvollsten, die meisten so betroffenen Straßen zu Fahrradstraßen zu machen. Das ist wegen der Zuständigkeiten nicht leicht, aber mit richtig gutem Willen machbar oder zumindest zu versuchen. Das würde den Pkw-Verkehr so langsam machen, das Radfahren schneller sein kann, und Radfahren, weil man nicht mehr auf die Buckelpisten braucht, angenehmer und sicherer machen. Das bringt sicher mehr Leute vom Auto aufs Fahrrad, als Straßen die ohnehin wegen der Abstandsregel Fahrradstraßen sind, mit extra Linien, bunten Klecksen, und Schildern zu versehen.

Hier geht es zum Bericht „Stadt Borken plant weitere Fahrradstraßen“.