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Leserbriefe

„Eschböden bitte verschonen“

Gewerbepark

Freitag, 10. Mai 2019 - 09:37 Uhr

von Peter Süthold (aus Raesfeld)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Wir müssen umdenken“ zur Erweiterung des Gewerbeparks.

Foto: Peter Berger

Ein Zaun trennt Gewerbepark (links) von den Flächen am Fliegerberg (rechts), zu der auch ökologisch wertvolle Biotope gehören. Gegenwärtig steht zur Debatte, ob der Gewerbepark für die Firma Bleker erweitert werden soll. Auf einer nordöstlich angrenzenden Fläche liegt allerdings ein artenreicher Magerrasen, der unter anderem der seltenen Zauneidechse Lebensraum bietet.

Magerrasen ist schützenswerter als Eschboden?

Mein Berufsschullehrer im Fach Bodenkunde würde sich im Grab umdrehen, wenn er die Tageszeitung vom 8. Mai lesen könnte.

Die besten Eschböden liegen geschichtlich bedingt an den Ortsrändern, weil unsere Vorfahren über Generationen hinweg in mühevoller Handarbeit und mit Pferdefuhrwerken den Boden gedüngt, gehegt und bearbeitet haben.

Die besten Eschböden werden ohne mit den Augen zu zwinkern als Gewerbegebiete ausgewiesen oder für Stromtrassen und Übergabestationen genutzt.

Wenn dann ein bodenkundlich wertloser Magerrasen als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll,

ist der Krötenschutz wichtiger als der Mensch? (Landwirte sind auch Menschen)

Es soll dann nach Ausweichflächen gesucht werden, die „nur“ landwirtschaftlich genutzt werden?

Ich sehe ein, dass wir bei zunehmender Bevölkerung Gewerbeflächen und Wohngebiete benötigen. Kann man denn dann nicht besser den Magerrasen zubauen und die Eschböden verschonen? In welcher Welt leben wir denn heute?


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