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Leserbriefe

Energiewende muss Spaß machen

Klimaschutz

Freitag, 24. Mai 2019 - 11:29 Uhr

von Martin Winkler (aus Heiden)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Wo Borken von Saerbeck lernen kann“.

Foto: Gemeinde Saerbeck

Die Gemeinde Saerbeck hat ein ehemaliges Bundeswehrgelände zu einem Bioenergiepark umgewandelt.

Ich hoffe sehr, dass Borken nicht von Saerbeck lernt. Würden alle Gemeinden dem Beispiel folgen, wäre dies in etwa so, als wenn wir alle unsere Autos gegenseitig dem Nachbarn vermieten würden in der Erwartung, dass Autofahren dadurch billiger wird. Dabei ist doch jedem klar, dass damit die Kosten steigen würden. Fazit: Die Energiewende kostet Geld und diese Kosten werden nicht geringer, wenn jeder noch versucht, ein Geschäft damit zu machen.

Ein gutes Beispiel ist die Diskussion um die Eisbahn in Borken. Die genannten 75.000 kWh Strom stehen für einen Ausstoß von zirka 37 t CO2. Um diese Menge zu kompensieren, könnte man z.B. mit einer PV-Anlage von 2 kW Spitzenleistung über die nächsten 20 Jahre 40.000 kWh Kohlestrom verdrängen. Die Investition läge maximal bei zirka 3000 Euro. Für den Strom würde man an der Börse ohne Förderung etwa 40.000 kWh x 3,5 Cent, also etwa 1400 Euro, zurückbekommen. Die verbleibenden 1600 Euro müssten letztendlich über die Eintrittspreise oder aus dem Steuersäckel bezahlt werden. Ich denke, das sollte z.B. über die Stadtwerke einfach gemacht werden. Energiewende muss auch Spaß machen, z.B. beim CO2-neutralen Eislaufen!


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