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Leserbriefe

Der Traum von einer Lärmschutzwand

Umgehungsstraße B70 in Weseke

Dienstag, 7. Mai 2019 - 10:15 Uhr

von Rainer Kerkhoff (aus Weseke)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Umgehung Weseke vor der Freigabe“ („Zurückgeblättert im Mai 1969“).

Foto: BZ-Archiv

Ein Blick auf die St.-Ludgerus-Kirche in Weseke.

50 Jahre ist es nun her, dass die B 70 um Weseke geleitet wurde. Aber vor allem wurde die Bundesstraße damals über Weseke geleitet und hier konnte diese leistungsstarke Straße auch ein Versprechen halten: die Gefährdung der Bewohner zu vermeiden. Die Belästigung mit Lärm durch denVerkehr aber konnte sie nicht verhindern - die Straße stellt ihre Leistungsstärke nämlich immer noch permanent unter Beweis – insbesondere im Bereich des Heimathauses ist es für die Bewohner zwischen evangelischer Kirche und Hallenbad eine enorme Lärmbelästigung.

Ja, die Straße ist auch immer noch ein wichtiger neuralgischer Punkt der Verbindung

zwischen Ruhrgebiet und jetzt den Niederlanden (damals Nordseehäfen). Die Häuser waren übrigens alle schon gebaut, als die ersten Fahrzeuge im Jahr 1969 über die neue Straße fuhren. Heute unvorstellbar, ein Wohngebiet zu errichten,

ohne Lärmschutzwand – wie man zum Beispiel in Borkens Westen sehen kann, übrigens dieselbe B 70.

Das Verlangen nach einem Lärmschutz ist bei den unterhalb der B 70 lebenden Anliegern groß und wird schon seit langer Zeit allen möglichen Stellen vorgetragen, vielleicht steht über die vergeblichen Versuche in ein paar Jahren auch unter der Rubrik „Zurückgeblättert“ ein kleiner Artikel in der Borkener Zeitung.

Wie gerne würden wir Anlieger Folgendes lesen: „Nach fast zweijähriger Bauzeit an einem Donnerstag im Jahr 2021 ist die Lärmschutzwand an der Weseker Umgehungsstraße fertiggestellt worden.“

Träumen ist ja noch erlaubt, das ist allerdings nur bei geschlossenen Fenstern hier möglich.

Umgehung Weseke vor der Freigabe

Nach fast zweijähriger Bauzeit wird am kommenden Donnerstag die neuerstellte Umgehungsstraße für die Ortschaft Weseke im Zuge der Bundesstraße 70 dem Verkehr übergeben. Hierdurch wird ein weiterer neuralgischer Punkt in der wichtigen Straßenverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und den Nordseehäfen ausgeschaltet werden.

Statt der schmalen, eingeengten und kurvenreichen Ortsdurchfahrt kann der Verkehr jetzt eine moderne und leistungsfähige Straße benutzen, ohne die Ortsbewohner zu gefährden und sie mit Verkehrslärm zu belästigen.

Für die Beschaffung des notwendigen Grund und Bodens von rund 13,4 Hektar wurden 1,1 Millionen DM aufgewandt. Die vier Brückenbauwerke kosteten 1,2 Millionen DM, die Straßenbauarbeiten insgesamt 4,3 Millionen DM. Die Gesamtkosten für die Erstellung der Straße betrugen mithin 6,6 Millionen DM.


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