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Leserbriefe

Der Himmel bleibt weiterhin zu hell

LED-Leuchten

Donnerstag, 6. Dezember 2018 - 16:46 Uhr

von Christian Overhaus und Günther Strauch (aus Borken)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Leuchtendes Beispiel“ vom 4. Dezember

Foto: Berger

Nicht nur der Stadtkämmerer blickte gespannt auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Die Sternfreunde sahen in der Umrüstung ebenfalls den Vorteil der besseren Lichtausnutzung und damit der Verringerung der Lichtverschmutzung über der Kreisstadt. Leider stellte sich der Effekt nicht ein. Der Himmel über Borken bleibt hell, sehr hell. Messungen an der Sternwarte zeigen einen Nachthimmel, der dreimal heller als der natürliche Nachthimmel ist. Das Abdimmen der Beleuchtung um 22 und 0 Uhr ist an der Sternwarte deutlich bemerkbar. In der Stadt sind die Schaltungen fast unmerklich, weil sich das menschliche Auge gut anpasst und wegen der geringeren Blendung womöglich besser mit der geringeren Lichtintensität zurechtkommt. Der Kontrast zwischen hellen und dunklen Räumen wird verringert. Warum wird das Licht nicht generell heruntergedimmt? Ein weiterer Aspekt ist die Wahl der Farbtemperatur. Die Stadt Borken entschied sich wegen der Wirtschaftlichkeit für Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von 4000k, die einen großen Blauanteil besitzen. Diese Leuchtmittel ziehen Insekten magisch an. Der Anflug von Insekten an LEDs mit wärmerer Farbtemperatur ist signifikant geringer (bis zu 75 Prozent). Die zunehmende Lichtverschmutzung durch den Zuwachs von Lichtquellen ist nach neuen Erkenntnissen eine Hauptursache des dramatischen Insektenschwundes, der in den letzten Jahren beklagt wird. Die Wirtschaftlichkeit der LEDs wird womöglich an anderer Stelle einen hohen Preis fordern.


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