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Leserbriefe

„Der Bürger wird gegängelt“

Grüne Gärten

Freitag, 17. Januar 2020 - 09:30 Uhr

von Sabine und Ulrich Althoff (aus Gescher)

Leserbrief zum Artikel „Die Grünen wünschen sich mehr Grün in Gärten“.

Foto: D. Korsawe/Nabu

Grüne Vorgärten statt Schotter und Kies: Die Grünen möchten vom Kreis eine rechtliche Klärung.

Die Grünen wünschen sich also, dass mehr Grün die Gärten schmücken solle, um Flora und Fauna zu schützen.

So ein heuchlerischer Antrag kann tatsächlich nur von grünen Politikern kommen, die sich angeblich Sorgen um die Umwelt machen. Es ist eben leicht, den einzelnen Bürger zu gängeln und mit Verboten zu belegen.

Statt Anträge zu stellen, die liebevoll gestalteten Vorgärten von Hauseigentümern zu verbieten, sollten sie sich Gedanken um die Versiegelungen der Flächen durch die Fundamente der vielen Windkraftanlagen und verdichteten Zufahrtswege und die in unserem Kreis Fläche fressenden Stromautobahnen machen.

Eine 200 Meter hohe Windkraftanlage vom Typ Enercon 126 benötigt ein Fundament von 1500 Kubikmetern Beton, der mit 180 Tonnen Stahl armiert ist. Auf dem runden Fundament, das 3500 Tonnen wiegt, steht der Turm aus konischen Stahlbeton-Segmenten, der 2800 Tonnen auf die Waage bringt. Das auf dem Turm sitzende Maschinenhaus mit Generator wiegt 340 Tonnen, die Nabe mit den Rotorflügeln aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch einmal 320 Tonnen.

Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7000 Tonnen tragen kann, muss er zuvor mithilfe von Schottergranulat, das in mindestens 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden. Dadurch kommt es zu enormen Beeinträchtigungen des lokalen Wasserhaushalts. Bäume und Gehölze, die in der Nähe von „Windparks“ stehen, leiden extrem unter diesen Bedingungen, fruchtbare Ackerböden trocknen aus, riesige Bodenerosionen sind die Folge. Nicht nur Vögel und Fledermäuse zahlen die Windenergie mit ihrem Leben und werden geschreddert, laut einer DLR-Studie könnte die Windenergie am Insektensterben beteiligt sein.

Die Fläche als Rückzugsort für Flora und Fauna wird mit der Industrialisierung durch die Energiewende auf jeden Fall vollends zerstört.

Hier geht es zum Artikel: „Grüne: Mehr Grün in Gärten“.


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