LeserbriefeFREI

Das wird kein Vergnügen

Radschnellweg

Donnerstag, 19. Mai 2022 - 17:57 Uhr

von Von Michaela und Guido Grünberg (Borken)

Leserbrief zum BZ-Artikel „Wo ein Wille ist, ist noch kein Weg“ vom 11. Mai

Foto: Christoph Schmidt/dpa

Wir haben uns bei dieser Überschrift zu einem Radschnellweg gefragt, wessen Wille dieser eigentlich ist. Möchten die Borkener Bürger wirklich auf einer sieben Meter breiten Betontrasse rasen?

Eines muss man sich bewusst sein, Bäume und Sträucher wird man nicht mehr sehen, diese werden alle weichen müssen, ebenso in diesem Zuge die Bewohner wie Igel, Eichhörnchen, Singvögel, Insekten. Die Baumreihe, die dort „mittig“ gepflanzt werden soll, ist unserer Meinung nach reine Makulatur und wird auch keinen positiven Einfluss wie die bestehende Bepflanzung auf das Mikroklima entlang dieser Passage haben. Denn: Vermutlich wird sich die breite Betontrasse im Sommer stark schnell erhitzen. Es wird keine erholsame, leicht kühlende Brise erwartet werden können. Und da fragen wir uns, ob man nicht eine, wie von Herrn Corsten vom Borkener ADFC vorgeschlagene, belastbare Verbindung aus dem vorhandenen Netz knüpfen sollte.

Ein solche Planung erscheint nachhaltiger, günstiger und klimafreundlicher als ein grünes Band, das sich durch Borken zieht, zu zerstören.

Als langjährige Anlieger des jetzigen Radwegs bleibt uns die Feststellung, dass es durchaus sehr viele Menschen gibt, sei es mit dem Rad oder zu Fuß, die die Natur am Radweg einfach auch genießen.

Wo ein Wille ist, ist noch kein Weg