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Leserbriefe

Das Alter des Baumes über die Kultur erforschen

Femeiche in Erle

Samstag, 26. Mai 2018 - 10:38 Uhr

von Klaus Werner (aus Erle)

Leserbrief zum Bericht „Der Femeiche geht es gut“.

Foto: BZ-Archiv

•Die Femeiche ist in einem guten Zustand. Damit das so bleibt, sind einige Schutzvorgaben zu beachten.

Über die Baumaltersbestimmung haben sich im Laufe der vergangenen Jahrhunderte immer wieder Menschen den Kopf zerbrochen und mehr oder weniger gute und praktikable Berechnungsmethoden erfunden. Bei den unversehrten Bäumen ist es etwas einfacher eine Altersbestimmung zu erarbeiten, als bei den sehr alten, fast immer ausgemorschten. Und dazu gehört ohne Zweifel die alte Femeiche in Erle. Eine Jahresringanalyse lässt sich bei ihr nicht durchführen und eine Stammumfangsanalyse bei diesem Baum, der eigentlich keinen „Stamm“ mehr besitzt, ebenfalls nicht. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass diese Bestimmung von den Wissenschaftlern mit abweichenden Formeln angegangen wird und sie dadurch letztlich zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen.

Auch hängt das Alter eines Baumes von seiner Situation, also vom Standort ab. Steht er im Wald, steht er allein, im Ort, im Flachland, im Gebirge, im Ausland unter völlig anderen Bedingungen. Schließlich sind die Altersbestimmungen auch davon abhängig. Aber eine nicht zu überschätzende Methode, das Alter zu eruieren, ist das Erforschen seiner Geschichte, seiner Kultur. Darüber alleine ist eine vielleicht wahre Altersbestimmung zu erreichen. Durch jahrelanges Recherchieren habe ich versucht, in dem Buch „Die Femeiche von Erle“ (erschienen im Dezember 2017) etwas Licht in ihre Vergangenheit zu bringen. Vielleicht auch über das Alter der Femeiche von Erle. Lernen wir sie doch besser kennen und verstehen.


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